Zum 15. Geburtstag gab’s einen neuen Raum für den „Lernkern“, die Schulkindbetreuung an der Grundschule Dobel. Das war nicht unbedingt das Geschenk der Wahl, denn eigentlich hatten sich alle im vormaligen Raum wohl gefühlt.
Seit diesem Schuljahr sind die „Großen“, also die Dritt- und Viertklässler, zur Kernzeit- und Nachmittagsbetreuung umgezogen ins ehemalige Foyer der Schulturnhalle, das seit Betrieb der neuen Sporthalle 2017 als Abstellraum gedient hatte.
Die Erst- und Zweitklässler sind nach wie vor im ursprünglichen „Lernkern“-Raum im Gartengeschoss der Schule beheimatet.
Fast 40 000 Euro
Kosten und Leistungen Für fast 40 000 Euro, so Ortsbaumeister Michael Müller, wurde der neue Raum mit knapp 70 Quadratmetern mit Bodenbelag, neuen Heizkörpern und zeitgemäßer Elektrik versehen. Eine Deckungslücke im Haushalt entstand nicht, wie Bürgermeister Christoph Schaack versicherte, da die Planungsrate für die alte Sporthalle insgesamt sowie Gelder für die brandschutztechnische Sanierung der Grundschule genutzt werden können.
Der neue „Lernkern“-Raum Die bestehenden Treppenpodeste geschickt einbezogen für den Billardtisch sowie eine Boden-Spielecke, die Fenster bereits mit bunten Bastelarbeiten geschmückt, die Tische und farbigen Stühle locker im Raum platziert, sind die Kinder voll angekommen.
„Bisschen schwierig“
Das „Lernkern“-Team um Sarah Rott tut sich ein kleines bisschen schwerer. Durch die seit diesem Schuljahr bestehende komplette Zweizügigkeit der Grundschule musste das bisherige Zimmer zurückgegeben werden. „Ein bisschen schwierig ist es, dass wir keinen vom Raum aus einsehbaren Außenbereich zum Toben haben“, erklärt Rott. Eine Lösung soll entstehen.
Das Mitarbeiterinnenteam Rott gehört zu den Mitarbeiterinnen der ersten Stunde. Ebenso wie Laura Grosch, die als pädagogische Fachkraft im vergangenen Jahr dazugekommen ist, - „Sie senkt unseren Altersschnitt ungemein!“ - arbeitet sie mittlerweile in Vollzeit.
Mit Sandra Mayer und Sonja Hoffmann kommen eine 70 Prozent- und eine 30 Prozent-Kraft dazu. Unterstützt werden sie aushilfsweise von Maria Slawik und Alexandra Möbius, Letztere vor allem bei der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund.
Steigende Nachfrage 70 Kinder aus vier Klassenstufen werden derzeit im „Lernkern“ in zwei Gruppen betreut. Die Zahl stieg dieses Schuljahr erneut. Etwa 40 davon, gleich verteilt auf die ältere und jüngere Gruppe, sind auch zur Nachmittagsbetreuung bis mindestens 15.30 Uhr angemeldet. Damit nutzen bereits heute mehr als die Hälfte aller Grundschuleltern das Kernzeit-Angebot.
Team ist optimistisch
Das macht „Lernkern“-Team und Verwaltung optimistisch im Hinblick auf den für das Schuljahr 2026/27 kommenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Den momentanen Rechtsanspruch, so Hauptamtsleiterin Katrin Strauch, erfülle die Gemeinde. Und Rott unterstreicht: „Unser Angebot ist familienfreundlich und passgenau.“ Wozu, so Grosch, auch die Betreuung in den Ferien gehört.
Catering und Kooperation Neu ist übrigens der Caterer, die Kräuterküche Karlsruhe, die seit einiger Zeit die etwa 17 täglichen Mittagessen liefert. „Kindgerechter als beim Vorgänger“, so Rott, „aber auch teurer“. So würden etwa noch einmal so viele Kinder ihr Mittagsvesper selbst mitbringen.
Dickes Lob
Ein dickes Lob gibt es nach wie vor für die Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Grundschule. Die seien immer sehr großzügig. „Wir dürfen Außenspielzeug beschaffen, für das der Verein die Kosten übernimmt“, freuen sich Rott und Mayer. Und von der Verwaltung kommt wiederum das Lob für die Zusammenarbeit mit dem „Lernkern“ von der Hauptamtsleiterin: „Das klappt sehr gut, verlässlich und mit viel Eigeninitiative.“
Was nicht zuletzt an der guten Innenorganisation und Kommunikation liegt: Das überwiegend schon lange Jahre zusammenarbeitende „Lernkern“-Team dokumentiert jeweils Wichtiges für jede Übergabe, einmal monatlich treffen sich alle sechs: „Damit alle alles mitbekommen.“