Len Müller kommt aus Altburg und spielt für den TV Calmbach. Foto: Knöller

Mit dem U13-Tischtennis-Team von Baden-Württemberg erreichte Len Müller aus Altburg den vierten Platz beim Länderpokal. Seiner Rolle aus Spitzenspieler wurde er dabei vollauf gerecht.

Normalerweise schlägt der zwölfjährige Len Müller aus Altburg in der Tischtennis-Verbandsliga für die erste Herrenmannschaft des TV Calmbach auf, aber die Nominierung für das U13-Team von Baden-Württemberg für den Länderpokal, zu dem alle Bundesländer ihre besten Jugendlichen schicken, machte den jungen ehrgeizigen Schüler mächtig stolz. Am Ende wurde das Team aus dem Ländle Vierter.

Doch bevor sich die Jungs aus dem Landeskader ins thüringische Bad Blankenburg aufmachen durften, unterzogen sie sich an der Sportschule Tailfingen den Landestrainern unter der Regie von Sönke Geil dem Formcheck. Technik, Taktik und Fitness wurden unter die Lupe genommen.

Direkter Einzug ins Viertelfinale

In Thüringen versammelte sich die komplette deutsche Elite des Jahrganges 2010. Len Müller kämpfte mit seinen Teamkollegen Damjan Poznic (TSV Korntal), Jannis Würzberger (FC Külsheim) und Zean Timo Yao (SU Necharsulm) zunächst in einer Vierer-Vorrundengruppe ums Weiterkommen. Mit zwei Siegen gegen Niedersachsen (4:2) und Sachsen-Anhalt (4:1) und einer Niederlage gegen Hessen (1:4) schafften die Jungs den direkten Einzug ins Viertelfinale.

Dort wartete der Hamburger Nachwuchs. Auch diese Aufgabe löste der Baden-Württemberg-Kader mit einem souveränen 4:0-Erfolg und zog damit ins Semifinale ein. Gegen den Top-Favoriten und späteren Gesamtsieger Bayern war dann für die schwäbischen Nachwuchskünstler bei der 0:4-Pleite jedoch kein Kraut gewachsen.

Im anschließenden Match um die Bronzemedaille waren die Akkus beim Team Baden-Württemberg nahezu leer, so dass die gastgebenden Thüringer mit einem ungefährdeten 4:0-Sieg auf dem Siegerpodium landeten.

Gegner werden stärker

Landestrainer Sönke Geil war trotz allem voll des Lobes: „Die haben richtig überperformt.“ Auch der Coach vor Ort, Andreas Dörner, fand ein positives Fazit: „Nach einem tollen ersten Turniertag konnten wir am Folgetag leider nicht ganz an unsere Topleistung anknüpfen, allerdings waren die Gegner auch deutlich stärker.“

Len Müller, der seiner Rolle als Spitzenspieler mit einer bemerkenswerten 5:4-Einzelbilanz und einer 2:1-Doppelbilanz vollauf gerecht wurde, haderte nur ganz kurz mit dem undankbaren vierten Rang: „Der Deutschland-Pokal war eine Super-Herausforderung für mich und brachte mir extrem viel Spielfreude. Generell ist es eine coole Erfahrung gegen die gleichaltrigen Jungs aus den anderen Bundesländern anzutreten.“