Mit Bravour meistern die Feuerwehrleute aus dem ganzen Landkreis die Prüfungen für das Leistungsabzeichens. Foto: Erich Bieberstein

Am Samstag verwandelte sich Tuningen zu einem Feuerwehrdorf. Zahlreiche Feuerwehrleute traten in Teams beim Leistungswettbewerb an.

Die Ortsmitte von Tuningen glich am Samstagmorgen einem Feuerwehrdorf: Wohin man auch blickte, waren Einsatzfahrzeuge und Löschtrupps zu sehen. Allerdings waren sie nicht zu einem echten Brandeinsatz angerückt, sondern um sich der Jury zur Abnahme des Leistungsabzeichens zu stellen.

 

Unter den Augen vieler interessierter Zuschauer und Feuerwehrkollegen rückte ein Trupp nach dem anderen aus. Doch bevor es losgehen konnte, musste jedes Feuerwehrfahrzeug erst von einem Prüfungskomitee abgenommen werden. Dabei wurde die Sauberkeit des Fahrzeugs und Vollständigkeit aller erforderlichen Utensilien geprüft.

Vier Teams traten in der Kategorie Gold an. Die Aufgabe umfasste einen Löschangriff einer brennenden Garage mit Personenbergung aus dem Obergeschoss. Nach der Meldung wurden die Schlauchleitungen aufgebaut, es wurde sowohl mit Wasser als auch mit Schaum gelöscht und alles musste in einem engen Zeitfenster abgearbeitet werden.

Der zweite Teil der Prüfung bestand aus einer technischen Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall – neben dem Löschen galt es, eine verletzte und eingeklemmte Person zu bergen. Im dritten Schritt mussten die Feuerwehrleute ihr Wissen in einer theoretischen Prüfung unter Beweis stellen.

Alle Teams bestehen die Prüfung

Ebenfalls vier Teams traten in der Kategorie Silber an. Die Aufgaben ähnelten denen der Gold-Kategorie, allerdings entfiel die Theorieprüfung, und beim Löschangriff musste der Wasseraufbau über eine Pumpe aus einem offenen Gewässer erfolgen.

13 Teams waren zum ersten Mal beim bronzenen Leistungsabzeichen dabei. Auch hier klappte alles wie am Schnürchen.

Die Jury bestand aus 15 Feuerwehrmännern aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis – allesamt anerkannte Schiedsrichter, welche auf der Landesfeuerwehrschule entsprechend ausgebildet wurden. Neben zwei Fachspezialisten beim Landratsamt überwachte auch der Kreisbrandmeister Florian Vetter das Geschehen um die Lösch- und Rettungseinsätze. „Die jungen Nachwuchskräfte haben hervorragend gearbeitet und sie haben sich über Monate bestens auf die jeweiligen Prüfungen vorbereitet“, so Vetter bei der Siegerehrung vor dem Tuninger Gerätehaus. Und nachdem er bekannt geben konnte, dass alle Teams ihre Prüfung bestanden hatten, war der Jubel entsprechend groß.

Tuninger Wehr sorgt für reibungslosen Ablauf

In den letzten Wochen waren jeden Abend verschiedene Teams in der „Übungsstraße“ zugange. Für den reibungslosen Ablauf hatten die Mitglieder der Tuninger Feuerwehr gesorgt und stellten bei Bedarf auch das entsprechende Equipment wie Spreizer und Blechschere für die Unfallfahrzeuge zur Verfügung.

Zum Abschluss des langen Feuerwehrtages kam man im Gerätehaus zusammen; hier konnten sowohl die Feuerwehrkräfte als auch die Tuninger Bevölkerung bis spät in die Nacht gemeinsam feiern.