So gelöste Stimmung wie auf einem munteren Flohmarkt herrscht auf der Pop-up-Buchmesse im Leipziger Stadtteil Connewitz. Foto: dpa/Jan Woitas

Zum dritten Mal in Folge ist das große Frühjahrstreffen der Buchbranche in Leipzig abgesagt worden. Doch dem düsteren Gemunkel, dies könnte das Ende des sächsischen Messestandorts bedeuten, haben mutige Verleger ein vor Leben sprühendes Zeichen entgegengesetzt.

Ein grauer Tag, riesenhafte Skelettbauten ducken sich wie frierende Saurier unter eisigem Wind. Verlassen liegt das Gelände da. Vorn an der Ecke irren vier junge Leute durch die Weiten. Ob sie auch zur Verleihung des Buchpreises der Leipziger Messe wollen? „We don’t speak English“, antwortet einer verschämt der auf Deutsch gestellten Frage. Sie sprechen kein Englisch, sondern Ukrainisch und gehören zu einer Gruppe Geflüchteter, die dort untergebracht wurde, wo in diesen Tagen eigentlich die Stände der Verlagswelt das Gelände in einen summenden, geschäftigen Bienenstock verwandelt hätten.

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