Zu fehlerbehaftet präsentierten sich Lukas Saueressig (links) und der HBW Balingen-Weilstetten in Leipzig (hier mit Marko Mamic) im Angriff. Foto: Eibner

Nichts war’s mit dem nächsten Auswärts-Coup. Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten musste sich am Donnerstagabend beim SC DHfK Leipzig mit klar geschlagen geben.

Sowohl HBW-Trainer Jens Bürkle als auch sein Leipziger Gegenüber André Haber hatten ein ganz enges Match erwartet. Doch es kam anders. Die Gastgeber hatten mit Joel Birlehm nicht nur einen deutlichen Vorteil auf der Torhüter-Position, sie setzten auch wesentlich mehr einfache Treffer über den Gegenstoß.

"Wir sind gut reingekommen, haben aber ein paar Freie zu viel liegen gelassen, nach der Pause sind wir auf zwei Tore herangekommen, hatten aber insgesamt keine Durchschlagskraft aus dem Rückraum, die für uns einfach sehr, sehr wichtig ist. Wir haben auch zum wiederholten Mal den gegnerischen Kreisläufer nicht verteidigt bekommen", sagte Bürkle nach dem Spiel.

Zu zaghaft im Angriff

Die Gäste taten sich in der Leipziger Quarterback-Arena schon im ersten Abschnitt im Angriff unglaublich schwer. Zwar blieben sie bis zum 3:3 von Tim Nothdurft auf Augenhöhe und hatten wenig später gar die Chance, zum ersten Mal in Führung zu gehen, aber Jona Schoch ballerte über das von Birlehm bestens gehütete Tor der Gastgeber. Ihm stand auf Balinger Seite Mike Jensen – zumindest im ersten Abschnitt – in nichts nach, allerdings stand die Abwehrreihe der Hausherren richtig stark und zwang die Schwaben immer wieder zu Fehlern. Das Bürkle-Team wirkte im Angriffsspiel fortan zu zaghaft, ließ den Mut, den der Coach vor der Partie gefordert hatte, über weite Strecken vermissen. So setzte sich Leipzig mit einem 4:0-Lauf, den Patrick Wiesmach abschloss, bis zur 15. Minute auf 8:3 ab. Björn Zointel brach den Bann, verkürzte auf 4:8 für den HBW (19.). Doch näher sollte der Tabellen-16. im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nicht herankommen. Zur Pause führten die Hausherren folgerichtig komfortabel mit 12:8.

Nach dem Seitenwechsel verkürzte Vladan Lipovina mit einem Doppelpack auf 10:12, dann vergab Oddur Grétarsson von der Siebenmetermarke die Chance aufs 11:12, Leipzig setzte sich nun vorentscheidend auf 18:11 ab (43.) und blieb auch in der Schlussphase souverän, gewann schließlich deutlich mit 26:18.

Kleiner Lichtblick bei den Gästen: Youngster Elias Huber erzielte mit dem 17:24 seinen ersten Treffer in der Bundesliga für das Bürkle-Team. Das ist bereits am Sonntag wieder gefordert. Der HBW empfängt Rekordmeister THW Kiel in der Balinger Sparkassen-Arena (Anpfiff: 16 Uhr).

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