Würde der VfB im Fall eines Winterwechsels des Flügelstürmers tatsächlich keine Ablöse erhalten? Nein. Die Details der Regelungen mit dem serbischen Meister.
Rein sportlich ist Silas bei seinem neuen Club schon gut angekommen. In drei Partien gelangen dem Leihspieler des VfB Stuttgart zwei Tore für Roter Stern Belgrad in der ersten serbischen Liga, auch in der Champions League kam der Offensivakteur zweimal zum Einsatz. Zuletzt aber war zu hören, der Kongolese fühle sich beim serbischen Meister nicht rundum wohl und liebäugele schon wieder mit einem Wechsel im Winter – verbunden mit einem Gerücht: Belgrad, so der TV-Sender „Sky“, würde im Fall eines Winter-Wechsels die Ablöse von rund zehn Millionen Euro erhalten. Und nicht der VfB. So sehe es eine Klausel im ausgehandelten Vertrag vor.
Das klingt reichlich merkwürdig, schließlich steht Silas in Stuttgart (und nicht in Belgrad) bis 2026 unter Vertrag. Und: Nach Informationen unserer Redaktion ist an diesem Gerücht auch nichts dran. Ein Passus, der Belgrad die Ablöse bei einem Winterwechsel zusichern würde, existiert nicht. Stattdessen beinhaltet der Anfang September ausgehandelte Leihvertrag mit Belgrad eine Gebühr von rund einer halben Million Euro, welche die Serben nach Bad Cannstatt überweisen.
Zudem besitzt Roter Stern eine Kaufoption: Für etwas mehr als zehn Millionen Euro zuzüglich erfolgsabhängiger Boni können sie Silas zum 1. Juli 2025 fest verpflichten – und diese Klausel auch jederzeit ziehen. Heute, morgen, im Winter, im kommenden Mai. Diese Option gilt aber nur für die neue Saison, nur für Belgrad und nur mit einem Geldfluss an den VfB. Sollte Silas im Winter-Transferfenster also den Verein wechseln wollen – weg aus Belgrad und nicht zurück zum VfB – müsste das mit den Stuttgartern ausgehandelt werden.
Der 26-jährige Flügelstürmer war Anfang September nach fünf Jahren in Stuttgart nach Belgrad gewechselt, um dort mehr Einsatzzeit zu bekommen. Am 27. November trifft er mit Roter Stern in der Champions League auf den VfB.