Jovan Milosevic (re.) dreht bei Tabellenführer Partizan Belgrad als Torschütze vom Dienst auf. Foto: IMAGO/Starsport

Die Zukunft von Leihspieler Jovan Milosevic bleibt offen. Der Stürmer glänzt bei Partizan Belgrad, doch die Ablöseforderungen könnten zum Problem werden. Was plant der VfB?

Dieser Leihspieler des VfB macht weiter von sich reden: Beim 3:2 von Partizan Belgrad gegen Napredak Krusevac in der ersten serbischen Liga war Jovan Milosevic am Wochenende Mann des Spiels. Eine Vorlage zum 1:0, dann das 2:0 per Strafstoß selbst erzielt – der Mittelstürmer schraubte damit sein Torekonto beim Tabellenführer Partizan, der vier Punkte vor Lokalrivale Roter Stern liegt, auf zwölf Treffer.

 

Die gute Form von Milosevic, dessen Leihe Ende des Jahres ausläuft, ist natürlich auch den VfB-Verantwortlichen nicht entgangen. „Wir sprechen nicht erst seit gestern viel über seine Personalie – wir haben seine Entwicklung genau verfolgt“, sagt der Trainer Sebastian Hoeneß: „Er ist bei Partizan stabil und gesund – davor hatte er immer ein bisschen mit Verletzungen zu kämpfen. Daher zeigt er seine Fähigkeit, Tore zu machen. Das haben wir sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen.“

Klar ist aber auch, dass Partizan den 20-jährigen Mittelstürmer gerne fest verpflichten würde. Eine Kaufoption besitzt der Club allerdings nicht. Auch Milosevic könnte sich einen Verbleib bei den Belgradern offenbar gut vorstellen. Beim VfB besitzt der Angreifer noch einen Vertrag bis Sommer 2027.

Das Problem: Milosevics Marktwert ist inzwischen auf rund sieben Millionen Euro gestiegen. Vor diesem Hintergrund liegen die Vorstellungen beider Vereine bezüglich einer Ablösesumme offensichtlich weit auseinander. So hat den VfB bislang noch kein Angebot aus Serbien erreicht, mit dem der Club leben könnte. Eine komplette Integration des 20-Jährigen vom neuen Jahr an in den VfB-Kader scheint derweil aber auch nicht die Option der ersten Wahl.

Noch laufen die Gespräche

Wie geht es also weiter in der Causa Milosevic? „Wir sind da in Gesprächen, insbesondere Christian Gentner und Fabian Wohlgemuth, vor der Hintergrund, was die nächstbesten Schritte sind“, sagt Sebastian Hoeneß: „Aber da gibt es noch nichts Finales zu berichten.“