Unzufrieden trotz Treppchenplatz bei der DM: Sandrina Sprengel sieht noch viel Luft nach oben. Foto: Michael Kappeler/dpa

Bei den deutschen Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften sichert sich die 21-jährige Sandrina Sprengel aus Grosselfingen den dritten Platz.

Am Wochenende fanden die Deutschen Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften 2026 in der Sporthalle Brandberge in Halle (Saale) statt.

 

Mit von der Partie war die 21-jährige Sandrina Sprengel aus Grosselfingen, die mittlerweile für den VfB Stuttgart 1893 startet und zu den besten Mehrkämpferinnen der Welt zählt.

Sprengel belegte am Ende mit 4292 Punkten den dritten Platz bei der Hallen-DM im Mehrkampf. Den Sieg sicherte sich Lokalmatadorin Serina Riedel (SV Halle) mit 4440 Punkten, Rang zwei ging an Anna-Elisabeth Ehlers aus Leverkusen (4395 Punkte).

Sandrina Sprengel hadert

Die 1,82 Meter große Sprengel startete bis 2025 noch für die LG Steinlach-Zollern. Trotz Platz drei haderte Sprengel mit ihrer Leistung: „Mein Trainer ist zufrieden mit meinem Saisoneinstieg, vor allem nach meiner Erkrankung im Januar. Ich bin es nicht. Ich habe mir von den einzelnen Disziplinen mehr erhofft. Es ging mir nicht um die Platzierung, sondern um die Einzelleistungen.“

Grippe sorgt für Trainingsausfall

Eine Grippe mit Fieber hatte ihr drei Wochen Trainingsausfall beschert, so dass sie erst vor zweieinhalb Wochen wieder ins Training einsteigen konnte.

Hallen-WM in Torun lockt

Ihr Start in Halle/Saale war ohnehin als Standortbestimmung für die Hallen-Weltmeisterschaften 2026 vom 20. bis 22. März in Torun (Polen) gedacht. „Ich hoffe, dass sich mein Körper bis dahin erholt hat und ich an meine Leistung aus dem letzten Jahr anknüpfen kann“, so Sprengel.

In den Einzeldisziplinen in Halle erzielte Sprengel folgende Ergebnisse: 60 Meter Hürdenn 8,64 Sekunden (987 Punkte), Hochsprung 1,72 Meter (879 Punkte), Kugelstoßen 13,55 Meter (764 Punkte), Weitsprung 6,12 Meter (887 Punkte) und abschließend 800 Meter in 2:23,61 Minuten (775 Punkte).

Titelträgerin 2024 und 2025

Sandrina Sprengel (Jahrgang 2004) begann ihre Laufbahn bei der TSG Balingen und wechselte früh zur LG Steinlach-Zollern, die ihre Entwicklung maßgeblich prägte. Bereits 2022 übertraf sie erstmals die 6000-Punkte-Marke im Siebenkampf. Bei den deutschen Meisterschaften 2024 und 2025 wurde sie nationale Titelträgerin, zudem gewann sie bei den Hallenmeisterschaften 2025 den Fünfkampf.

In der Weltspitze

International machte sie bei den Weltmeisterschaften 2025 in Tokio als jüngste Teilnehmerin auf sich aufmerksam, stellte mehrere persönliche Bestleistungen auf und belegte Rang fünf im Siebenkampf mit 6434 Punkten.

Parallel zu ihrer sportlichen Karriere studiert Sprengel an der Polizei-Hochschule Villingen-Schwenningen. Neben der Hallen-WM in diesem Jahr hat sie bereits die EM-Qualifikation für Birmingham im August in der Tasche – ein weiteres Jahreshighlight für die deutsche Spitzenathletin aus Grosselfingen.