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Leichtathletik Bundestrainer als starker Fürsprecher

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Nach zwei Einsätzen im Nationaltrikot bei der Europameisterschaft stellt sich Elena Burkard (Bild Mitte) in Aarhus Ende März erstmals der versammelten Crosslauf-Weltelite. Foto: Eibner

Kaum hatte Elena Burkard ihren zweiten Deutschen Meistertitel im Crosslauf unter Dach und Fach gebracht, machte es der Deutsche Leichtathletik-Verband offiziell. Er nominierte die Baiersbronn als einzige deutsche Starterin für die Weltmeisterschaften Ende März im dänischen Aarhus.

Nachdem sich die 27-Jährige bereits im Dezember 2017 bei den Cross-Europameisterschaften mit einem sensationellen fünften Platz ins Rampenlicht schob, ließ sie danach eine Glanzleistung nach der nächsten in ihrem Element, dem Crosslauf, folgen. National verlor sie im Gelände kein Rennen mehr seit ihrer Rückkehr aus den USA im Sommer 2017, und ihre schlechteste Platzierung international war seither der sechste Platz bei der Cross-EM 2018, bei der sie allerdings kurz vorher noch an einer Grippe laborierte und nicht ihr volles Potenzial abrufen konnte. Dieses zeigte sie aber nur wenige Wochen später beim Kontinentalvergleichs-Cross im schottischen Stirling, als sie bei ihrem beeindruckenden Sieg die versammelte USA- und Europa-Auswahl hinter sich ließ.

In Bundestrainer Werner Klein hatte Elena Burkard zudem einen starken Fürsprecher. Der Saarländer ist auch auf der Bahn als Bundestrainer für die Hindernisläuferinnen zuständig. Nachdem Burkard im letzten Sommer auf die 3000 m-Hindernisdistanz umgestiegen war und auf Anhieb auch in dieser Disziplin Platz sechs bei den Europameisterschaften in Berlin belegte, sieht Klein in Burkard eine der komplettesten Läuferinnen, die selbst mit den starken Afrikanerinnen mithalten kann. "Ich habe mich für Elena beim DLV stark gemacht, weil sie eine unglaublich gute Crossläuferin ist und in jedem ihrer Rennen überzeugte. Die Argumentation gegenüber dem DLV war daher auch nicht schwierig. Die Platzierungen bei den letzten beiden Europameisterschaften, dazu die reine Ausrichtung von Elena und ihrem Trainer Jörg Müller im Winter auf den Crosslauf, das Skilanglauf-Trainingslager in Bad Gastein und ihr zweiter deutscher Meistertitel im Crosslauf ließen nur einen Schluss zu, Elena muss zur Cross-WM", so Bundestrainer Werner Klein. "Einen Start in Aarhus gegen die allerbesten Läufer der Welt hat sich Elena mehr als verdient. Ich sehe ihn zudem als weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Leichtathletik-WM in Doha im September und zu den kommenden Olympischen Spielen in Tokio 2020", so Klein weiter.

Die Crosslauf-WM ist zweifellos eines der Höhepunkte im Leben eines Läufers. Ein Großteil der Weltelite baut im Winter auf den Crosslauf, vor allem die starken Afrikaner. Dafür steht das Beispiel von Geoffrey Kamworor aus Kenia. Der zweifache Cross-Weltmeister ist auch dreifacher Weltmeister im Halbmarathon und New York Marathon-Sieger. Auch 10 000 m-Weltmeisterin Linet Masai aus Kenia, Marathon-Weltrekordhalterin Paula Radcliffe oder Äthiopiens dreifache Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin Tirunesh Dibaba legten den Grundstein für ihre Erfolge im Cross.

Welchen Stellenwert auf nationaler Ebene die Nominierung von Elena Burkard hat, zeigt auch der Blick in die Geschichtsbücher. Der letzte Start einer deutschen Läuferin bei einer Cross-WM liegt auf den Tag genau elf Jahre zurück. Am 30. März 2008 war es Susanne Ritter, die damals einen hervorragenden 33. Platz belegte. Burkards Nominierung zur Cross-WM ist auch ein Stückchen weit Tradition für den TV Dornstetten. Die ersten beiden Athleten auf internationalem Niveau in Reihen des Vereins waren Katrin Engelen und Frank Bruder. Engelen war 1994 und 1995 bei zwei Cross-Weltmeisterschaften im Rennen der U20 für Deutschland am Start und kam jeweils als beste Deutsche ins Ziel. Frank Bruder lief im Jahr 2000 im portugiesischen Vilamoura für Deutschland. Bezeichnenderweise feierten sowohl Engelen als auch Bruder ihre größten Erfolge über die 3 000 m-Hindernis-Strecke.

Für Elena Burkard selbst geht mit ihrer Nominierung ein sportlicher Lebenstraum in Erfüllung: "In Aarhus gegen die versammelte Weltelite aller Kontinente und gegen die Superstars aus Kenia und Äthiopien zu laufen ist ein Traum, den ich schon lange träume. Mein Bundestrainer Werner Klein hatte mir und meinem Trainer Jack Müller zwar schon Anfang Februar signalisiert, dass sie mich nominieren, um unser Training dementsprechend steuern zu können. Aber erst als die schriftliche Nominierung per Post bei mir im Briefkasten war, konnte ich es so richtig glauben".

In Aarhus wird die Sportlerin der LG farbtex Nordschwarzwald jetzt unter anderem auf Hellen Obiri, Weltmeisterin 2017 über 5000 m sowie Silbermedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele in Rio 2016 und die 3000m-Hindernis-Weltrekordlerin Beatrice Chepkoech treffen.

Wiedersehen mit früherer Uni-Läuferin

Über eine weitere Starterin in Aarhus aber freut sich Elena Burkard besonders. Während ihres US-Stadiums in San Francisco startete auch die Französin Claire Perraux für ihr Uniteam. Perraux holte sich am Sonntag den französischen Cross-Titel und wird bei der Cross-WM für die französische Nationalmannschaft an den Start gehen.

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