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Leichtahtetik Zurück in Europas Cross-Elite

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Elena Burkard (links) und die Norwegerin Karoline Bjerkeli Grovdal in Aktion. Foto: Rocha

Bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Lissabon kam die Baiersbronnerin Elena Burkard auf Platz neun ins Ziel, was für sie persönlich nach dem Rennverlauf und den beiden letzten EM-Auftritten zunächst als kleine Enttäuschung aussah. Doch betrachtet man die Umstände Burkards, ist diese dritte Top Ten-Platzierung in Folge erneut ein Beweis, wie unglaublich stark sie im Crosslauf ist.

"Nichts zu verlieren"

Nachdem eine langwierige Plantarsehnenentzündung den Sommer über das wettkampfspezifische Lauftraining beinahe unmöglich machte, war es schon eine Überraschung, wie klar die Frau von der LG farbtex Nordschwarzwald bereits auf nationaler Ebene den Crosslauf in diesem Herbst wieder beherrschte. Für die gestrige Cross-EM hatte Burkard daher auch voll auf Risiko gesetzt: "In diesem Jahr hatte ich nichts zu verlieren. Nach vier Monaten Verletzung war der Start bei der Cross-EM schon eine Besonderheit. Und nach Platz fünf und sechs bei den letzten beiden Ausgaben der Cross-EM dachte ich mir, ich probiere es einfach mal und gehe mit der Spitze mit solange es geht" so Burkards Taktik im Vorfeld.

Das gestrige Rennen allerdings war erneut eine klare Angelegenheit für die türkische Titelverteidigerin Yasemin Can. Die ehemalige Kenianerin hatte sich zunächst zurückgehalten, doch bereits nach dem ersten von etwas über acht zu laufenden Kilometern setzte sich Can an die Spitze und drückte aufs Tempo. Dahinter sortierten sich die ebenfalls stark eingeschätzte Karolin Bjerkeli Grovdal aus Norwegen und Elena Burkard ein. Burkard musste allerdings schnell erkennen, dass das Tempo an der Spitze etwas zu hoch war. Auch Grovdal musste Can kurz danach ziehen lassen.

Danach sah es allerdings lange so aus, als könnte Burkard in diesem Jahr sogar der Sprung aufs Podium gelingen. Doch nachdem etwa die Streckenhälfte passiert war, schloss die Verfolgergruppe mit insgesamt sechs Athletinnen auf. Burkard hielt sich zwar noch eine ganze Zeit lang an der Spitze dieser Siebenergruppe, doch man merkte ihr an, dass sie nach der langen Verletzungspause noch nicht ganz in der Form der Vorjahre ist. Mit der ehemaligen Cross-Europameisterin Fionuella McCormack und der Schwedin Samrawit Mengsteab setzten sich zwei Athletin nach etwas mehr als sechs Kilometern an die Position drei und vier und rissen sie Verfolgergruppe auseinander. Burkard bekam deutlich Probleme, den Anschluss zu halten.

Vorne allerdings waren Gold und Silber vergeben. Can zog einsam ihre Runden, etwa 100 Meter dahinter die Norwegerin Grovdahl, die nach vier Bronzemedaillen in Folge erstmals zu Silber rannte. Bronze schnappte sich die Schwedin Mengsteab eine Sekunde vor McCormack.

Sichtlich gezeichnet

Dahinter blieb es aber spannend, wer auf den Plätzen einkommt. Burkard kam am Ende sichtlich gezeichnet von dem harten Kurs in Lissabon als Neunte ins Ziel. Nach so einer langen Verletzungspause ein herausragendes Ergebnis und nebenbei zum dritten Mal in Folge unter den besten zehn Crossläuferinnen in Europa.

In den kommenden Monaten heißt es nun erst einmal wieder Kilometer machen, denn 2020 steht das nächste große Ziel für Elena Burkard an – die Olympischen Spiele in Tokio. Doch das ist noch Zukunftsmusik, denn zuerst einmal wird Elena Burkard noch beim Dornstetter Adventslauf am 22. Dezember starten, bevor es dann in die Olympiasaison geht.

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