Nach einem frühlingshaften Start zeigte sich im Schwarzwald am Ende ein gemischtes Bild. Sonne gab es besonders zu Beginn des Monats.
Längere Zeit sah es so aus, als könnte der diesjährige März durchaus zu den deutlich zu warmen Märzmonaten aufschließen. Dies traf auch auf die nördlichsten Regionen Deutschlands zu, wo es am Ende in Schleswig-Holstein neue Monatsrekorde gab. Im Schwarzwald dagegen sorgten die kühlen Temperaturen der zweiten Monatshälfte für einen stetigen Abbau des Wärmeüberschusses, sodass es am Ende des Monats nur ein bescheidenes Plus von 0,5 Grad zum langjährigen Durchschnitt gab.
Nach der deutlich zu milden letzten Februardekade setzte sich auch im März zunächst die frühlingshafte Witterung mit angenehmen Temperaturen und viel Sonne weiter fort. Die Tageshöchstwerte erreichten Werte zwischen 15 und 20 Grad. Erst mit Beginn des zweiten Monatsdrittels wurde es wechselhafter mit Niederschlägen, die bei sinkenden Temperaturen auf den Höhen in Schnee übergingen.
Polarlufteinbruch sorgt für Graupel und Gewitter
Vom 14. bis 16. März blieben die Temperatur-Höchstwerte einstellig. Nach diesem Tiefpunkt erholten sich die Temperaturen wieder, erneut übersprang das Thermometer die 15-Grad-Marke. In den Nächten allerdings kam es in der trockenen Luftmasse immer wieder zu leichten Luftfrösten, die Böden waren mit einer Reifschicht überzogen.
Die letzte Märzpentade ab dem 25. war dann von einem kräftigen Polarlufteinbruch bestimmt. Dieser ergriff mit Graupel, Kleinhagel und Gewittern vehement vom Schwarzwald Besitz. Auf den Höhen konnte sich nochmals eine geschlossene Schneedecke von einigen Zentimetern bilden.
Bis zum Monatsende blieben die Temperaturhöchstwerte im einstelligen Bereich. Die Niederschläge in dieser Zeit fielen auch in den Tallagen teilweise als Schnee, nachts wurden nochmals an einzelnen Tagen mäßige Luftfröste gemessen.
Ende des Monats sanken die Temperaturen nochmals
Die erste Märzdekade wartete mit Temperaturüberschüssen von zwei bis fünf Grad im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt auf. Danach war es trotz milder Tageshöchstwerte zu Beginn der zweiten Monatshälfte nur noch wenig zu warm, da die kalten Nachtwerte das Tagesmittel deutlich drückten.
Zu kalt zeigte sich dann der letzte Märzabschnitt ab dem 26. wo die negativen Abweichungen zum Durchschnitt bis zu fünf Grad betrugen. Nur 0,5 Grad war der Monat wärmer und der Temperaturanstieg des Mittelwertes vom sehr milden Februar zum März war mit plus 0,4 Grad kaum zu spüren.
Hatte der Februar noch einen beträchtlichen Niederschlagsüberschuss, kam es im März wieder zu längeren trockenen Abschnitten. Diese bedeuteten am Ende einen unterdurchschnittlich nassen Monat. In Wolfach wurden 76 Liter pro Quadratmeter gemessen. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 95 Liter – somit sind 19 Liter oder 20 Prozent zu wenig gefallen. Etwas ungewöhnlich für März waren gleich drei Gewittertage, da dieser Monat sonst noch eher selten Gewitter hat.
Die Anzahl der Sonnenstunden war mit 148,2 Stunden überdurchschnittlich und lag um 19 Prozent oder 23 Stunden über dem langjährigen Durchschnitt. Besonders sonnenreich zeigte sich das erste Märzdrittel mit insgesamt 70 Sonnenstunden, was schon fast die Hälfte der gesamten Märzmenge stellte.
Statistik
Monatsmittel: +6,0 GradAbweichung : +0,5 Grad (Mittel 61-90 +1,8 Grad)Maximum: +18,2 Grad am 08. und 10.Minimum: -2,6 Grad am 28.Frosttage: 6 Tage (-5 Tage)Eistage: 0 Tage (0 Tage) Bodenfrosttage: 27 TageNiederschlagssumme: 76,3 Liter/qm (84 Prozent)Größte Tagesmenge: 16,8 Liter/qm am 25. Niederschlagstage: 12 (-3 Tage)Schneefalltage: 4 Tage (-5 Tage)Schneedeckentage: 0 Tage (0 Tage)Sonnenscheindauer: 148,2 Stunden (119 Prozent) Heitere Tage: 7 (+2 Tage)Trübe Tage: 9 (-5 Tage)