Der Mann, dessen Leiche in Aldingen gefunden wurde, hatte seinen Wohnsitz selbst in der Gemeinde. Foto: Daniela Schneider

Ein 35-Jähriger hat eine Gewalttat gestanden. Der Leichnam eines 39-Jährigen wurde in Aldingen aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft sagt, wie er zu Tode kam.

„Täter stellt sich nach Tötungsdelikt - Kriminalpolizei ermittelt“ – so war die gemeinsame Pressemitteilung überschrieben, die Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstagmorgen herausgaben.

 

Darin heiß es weiter: Am Dienstagnachmittag habe sich ein 35-jähriger Mann der Polizei gestellt und gestanden, bereits am 15. Februar nach einem Streit einen 39-Jährigen getötet zu haben.

Zehn Tage waren demnach also seit der Tat vergangen – so lange hatte der Mann, der laut der Mitteilung die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, ergo gewartet, bis er sich der Polizei stellte. Nachdem er seine Aussage gemacht hatte, führte er die Beamten der Kriminalpolizei dann zu einem Industriegelände in Aldingen, wo die Polizisten tatsächlich eine Leiche auffanden.

Sie wurde durch den Einsatz der Kriminaltechnik im Beisein der Rechtsmedizin geborgen.

Kripo Rottweil ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Rottweil hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Kriminalpolizeidirektion Rottweil hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der 35-Jährige wurde festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rottweil am Mittwoch einem Haftrichter des Amtsgerichtes Rottweil vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags und setzte den Haftbefehl in Vollzug.

Getöteter aus Aldingen

Der Mann ist im Landkreis Tuttlingen wohnhaft, wie Staatsanwalt Frank Grundke auf Nachfrage der Redaktion berichtete. Den genauen Wohnort des Mannes geben die Behörden nicht an.

Der getötete 39-Jährige hatte in Aldingen gelebt, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter sagte.

Vermisst gemeldet hatte den Mann offenbar bislang niemand. Von der Tat erfuhren die Behörden erst dadurch, dass sich der 35-Jährige stellte und darüber berichtete. Der Grund für den Streit zwischen den Männern ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Zu Tode gekommen ist das Opfer durch Gewalteinwirkung im Bereich des Halses und des Kopfes, wie es weiter seitens der Staatsanwaltschaft hieß.

Zweiter Fall in kurzer Zeit

In der Region ist es bereits das zweite Tötungsdelikt binnen kurzer Zeit. Am 28. Januar war ein 37-jähriger Mann in einem Gebäude in Trossingen tot aufgefunden worden. Schnell hatte sich dort der Verdacht eines Tötungsdeliktes bestätigt. Dies hatte eine Obduktion des Toten ergeben. In diesem Fall hat die Staatsanwaltschaft im Rahmen des Ermittlungsverfahrens vor rund zweieinhalb Wochen für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und zur Ermittlung oder Ergreifung von Tatbeteiligten führen, eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgesetzt.