Im Fall des mutmaßlichen Mordes in Neuenbürg wurde ein Verdächtiger festgenommen. Foto: dpa/Monika Skolimowska

Nachdem am 25. Februar ein Mann aus dem Enzkreis tot in einem geparkten Fahrzeug in Neuenbürg gefunden worden war, ging die Polizei von Mord aus. Nun wurde ein Verdächtiger verhaftet.

Im Fall des mutmaßlichen Mordes von Neuenbürg im Enzkreis hat die Polizei einen Mann verhaftet, der als dringend tatverdächtig gilt.

 

Das teilten die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Polizeipräsidium Pforzheim am Donnerstagvormittag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Sieben Objekte durchsucht, Spuren gesichert

Das Opfer, ein Mann aus dem westlichen Enzkreis, war am Morgen des 25. Februars leblos in einem geparkten weißen Ford S-Max in Neuenbürg gefunden worden. Mutmaßlich wurde er dort, wo er entdeckt wurde – einem öffentlichen Parkplatz in der Turnstraße – auch getötet.

Der Mann hatte als Hausmeister und Lieferant in der Gastronomie gearbeitet.

Die Polizei war aufgrund der Gesamtumstände schnell von einem Tötungsdelikt ausgegangen, hatte die Sonderkommission „Motor“ gegründet und ging seither hunderten Spuren nach.

Unter anderem hatten insgesamt mehr als 20 Taucher die Enz abgesucht, die in der Nähe des Fundortes fließt. Außerdem sicherten die Ermittler Aufnahmen von Kameras im Umkreis des Tatorts.

Wie es nun in der Mitteilung heißt, seien am Morgen des 1. Aprils sieben Objekte durchsucht worden, sechs in Neuenbürg und eines in Pforzheim.

Ziel dieser Durchsuchungen in den Wohn- und Geschäftsgebäuden sei es gewesen, Beweismittel zu finden und mögliche Spuren zu sichern. Die sichergestellten Gegenstände würden nun ausgewertet und kriminaltechnisch untersucht.

Zwischen Opfer und Tatverdächtigem soll Vorbeziehung bestanden haben

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erließ das Amtsgericht in Pforzheim zudem einen Haftbefehl wegen Mordes gegen einen 40-jährigen Tatverdächtigen. Zwischen dem Opfer und dem Tatverdächtigen habe eine Vorbeziehung bestanden.

Die Festnahme sei ebenfalls in den Morgenstunden in Neuenbürg erfolgt. Noch am selben Tag wurde der dringend Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt, der den Haftbefehl in Vollzug setzte. Der 40-Jährige befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Bei diesen koordinierten Maßnahmen waren nach Angaben der Behörden mehrere Dutzend Beamte des Polizeipräsidiums Pforzheim im Einsatz. Sie wurden durch Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz unterstützt.

Die Ermittlungen, insbesondere zum Tatmotiv und dem konkreten Tatgeschehen, dauern an, heißt es weiter. Weitergehende Auskünfte könnten in dem laufenden Ermittlungsverfahren derzeit nicht gemacht werden.

Angaben zu Todesursache oder Tatwaffe gab es zunächst weiterhin keine.

Weiterhin gesucht werden dagegen Zeugen, die der Sonderkommission „Motor“ Hinweise zukommen lassen können – auch anonym. Auf der Website der Polizei Baden-Württemberg ist die anonyme Hinweisaufnahme über das sogenannte Business Keeper Monitoring System (BKMS®) eingerichtet.

Hinweisportal ist anonym und rund um die Uhr erreichbar

Das Hinweisportal der Sonderkommission „Motor“ kann auch direkt unter einem Link aufgerufen werden. Es ist rund um die Uhr erreichbar. Neben Text können auch Video-, Bild- oder Audiodateien hochgeladen werden.

Alle Zeugen können sich, neben der Möglichkeit einer anonymen Hinweisübermittlung über das BKMS jederzeit mit der Kriminalpolizei wie folgt in Verbindung setzen: Kriminaldauerdienst Pforzheim, Rufnummer 07231/1 86 44 44 Polizeipräsidium Pforzheim, E-Mailadresse: pforzheim.pp@polizei.bwl.de.