Polizeitaucher finden den vermissten Mann am Montagvormittag in etwa zehn Metern Wassertiefe im Riedsee. Er war seit Samstag gesucht worden.
Der dritte Tag der Vermisstensuche, der Montag, hat eine traurige Gewissheit gebracht. Ein 52-Jähriger ist im Riedsee ertrunken.
Am frühen Morgen waren erneut die Wasserspürhunde der DLRG im Einsatz. Sie schlugen abermals im am Vortag definierten Suchgebiet an. Damit war die Vorgabe gesteckt für die beiden Taucher der Polizei, die dann seit 8 Uhr im Wasser waren.
Der Tote wurde gegen 10.30 Uhr in etwa acht bis zehn Metern Tiefe gefunden. Polizeisprecher Marcel Ferraro sprach von einer Bergung aus hohem Seegrasbewuchs. Nachdem die Identität des Toten geklärt war, stand fest: Es handelt sich um einen 52-jährigen Mann aus Villingen-Schwenningen, der am Samstag am Rande einer privaten Feier im Riedsee schwimmen gegangen war. Je nachdem, was sich aus der äußeren Untersuchung beim Bestatter ergeben hat, könnte die Staatsanwaltschaft ein Anliegen haben: „Wenn es Anhaltspunkte gäbe, würde eine Obduktion angeordnet“, so Ferraro. Die genauen Umstände zum Unfall und zur Todesursache stünden noch nicht fest. Die Ermittlungen dauerten an, so die Polizei in einer Mitteilung gegen Mittag.
Mann war alkoholisiert
Die Suche nach dem 52-Jährigen hatte noch am Samstagabend begonnen, nachdem Zeugen gegen 21 Uhr einen Notruf abgesetzt hatten. Wie sich bei späteren Befragungen herausstellte, war der Mann gesehen worden, als er in einem später als Suchareal definierten Bereich des Sees unterging. Zuvor war er in alkoholisiertem Zustand schwimmen gegangen.
Die große Suchaktion der DLRG, bei welcher unter anderem ein Rettungshubschrauber, eine Drohne sowie Boote und Taucher zum Einsatz kamen, wurde gegen Mitternacht abgebrochen. Mit eingebunden war die Feuerwehr Hüfingen mit zehn Fahrzeugen und 55 Kräften. Deren Aufgabe war es, den Uferbereich auszuleuchten und abzusuchen. Am Sonntagvormittag setzte die DLRG-Wasserwacht Suchhunde ein. Mit ihren Spürnasen vermögen sie menschliche Gerüche unter Wasser wahrzunehmen.
Kräfteraubender Einsatz
Die Tiere wurden in Booten auf den See geführt. Nachdem zwei Hunde unabhängig voneinander im selben Bereich angeschlagen hatten, wurde dieser mit einer Boje markiert. Anschließend gingen Taucher der DLRG in den See. Der Einsatz stellte sich als sehr schwierig und kräfteraubend heraus. In der Tiefe war nichts zu sehen. Die Suche wurde dann nochmals bis Montag unterbrochen.