Die jungen Zimmerleute halten den Richtspruch. Foto: Hartmut Schwäbl

Zimmerer-Lehrlinge errichten eine Schutzhütte für Wanderer. Infotafeln informieren über den Utzenfelder Hirten Ernst Bönsch.

Eine Hütte in der freien Landschaft bauen zu dürfen, das ist nicht so einfach. Damit dies genehmigt werden kann, braucht es einen guten Grund. Für die in einem Zimmerer-Lehrlingsprojekt entstandene Schutzhütte gab es diesen, denn sie erinnert an eine vor 20 Jahren abgerissene Hütte, die noch der von 1961 bis 1972 als letzter Hirte in Utzenfeld tätige Ernst Bönsch genutzt hatte. Zum Richtfest hatte Bürgermeister Martin Wietzel zu einem Umtrunk mit Vesper geladen.

 

Unter der Leitung von Lehrmeister Hansjörg Klingele von der Holzbau-Firma Bruno Kaiser entstand die Hütte als Lehrlingsprojekt, das zugleich über das EU-Programm Leader gefördert wurde. Sie bietet künftig Wanderern Schutz. In ihrem Inneren sollen Infotafeln angebracht werden, die über die Arbeit der Utzenfelder Hirten und insbesondere Ernst Bönsch und auch über die den Südschwarzwald prägende Offenhaltung der Landschaft durch Beweidung informieren werden. Bürgermeister Martin Wietzel dankte Klingele und den Lehrlingen sowie der Geschäftsstellenleiterin der Leader Aktionsgruppe Südschwarzwald, Kerstin Bolz, die das Förderschild überreichte.

Ebenfalls zeigte sich Martin Wietzel erfreut darüber, dass Bernd Kühnemund von der Oberen Naturschutzbehörde sowie die im Landratsamt angesiedelte Untere Naturschutzbehörde – vertreten durch Jasmin Thal – die Schutzhütte unter Auflagen genehmigt hätten. Auch Förster Matthias Schmiederer sei in das Projekt involviert gewesen.

Noch am Mittwoch hatten die Gemeinderäte – im Gremium war die von Jörg Butz eingebrachte Idee der Schutzhütte entstanden und entwickelt worden - beim Verteilen des Schotters in und um die Hütte geholfen.