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Lehrerausbildung Referandariat: Die Anfängerin

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Valerie Auer steht am Anfang ihres Berufslebens. Foto: Kathrin Brenner

Stuttgart - Als größte Herausforderung beschreibt die 31-Jährige, „alles unter einen Hut zu bringen – unterrichten, Elterngespräche führen, korrigieren und Projekte mit anderen Kollegen“. Pro Woche unterrichtet sie 20 Stunden, das ist etwas mehr als ein 75-prozentiger Lehrauftrag.

„Auf die Unterrichtsvorbereitung hat mich das Referendariat gut vorbereitet. Wir haben gelernt, wie man eine Stunde aufbaut und welche Methoden man wann einsetzt“, sagt die Gymnasiallehrerin. Denn diese Fähigkeiten sind elementar für die Lehrproben, wenn die Prüfer eine Unterrichtsstunde besuchen und benoten.

„Es wäre aber auch hilfreich gewesen zu üben, wie man eine Schulstunde vorbereitet, wenn man nur wenig Zeit hat, denn so sieht der Alltag nach dem Referendariat aus“, sagt Auer. Sie fände es daher gut, wenn im Vorbereitungsdienst das Thema Selbstmanagement und Selbstorganisation mehr Raum einnähme.

„Wie man schwierige Gespräche führt, einen Elternabend leitet oder auf Mobbing reagiert, das blieb im Referendariat alles sehr theoretisch oder wurde teilweise gar nicht thematisiert“, kritisiert die junge Lehrerin. Es sei stark vom Mentor, der den Referendar an der Schule betreut, abhängig, ob man etwa zu schwierigen Gesprächen mitgenommen werde oder nicht. „So etwas sollte im Vorbereitungsdienst unbedingt stärker trainiert werden. Dafür müsste man natürlich anderes weglassen – in Pädagogik zum Beispiel haben wir vieles besprochen, was wir schon in der Uni gelernt hatten“, so Auer.

Sie fühlt sich in ihrem Kollegium gut aufgehoben. „Wenn es ein Problem gibt, bekomme ich Hilfe.“ Sie weiß aber auch von ehemaligen Referendarskollegen, die regelrecht „verheizt“ wurden. „Da hieß es dann bei der Einstellung: ‚Sie bekommen die Stelle, aber nur, wenn Sie gleich einen Abiturkurs übernehmen.‘“ Das sei für Berufsanfänger eine große Herausforderung.

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