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Lehrer Schick verteidigt Beamten-Status

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Lehrer sollen für ihre Verdienste um das Bildungssystem weiter mit dem Beamten-Status belohnt werden. Foto: dpa

Freudenstadt - Die Südwest-Liberalen haben ihre bildungspolitischen Positionen für die Landtagswahl 2011 festgezurrt: Auf einem sogenannten Kleinen Parteitag am Freitag in Freudenstadt sprachen sie sich unter anderem dafür aus, Lehrer bei der Einstellung nicht mehr zu verbeamten. Bei Kultusministerin Marion Schick (CDU) stieß dies umgehend auf Widerspruch: "Die Spitzenleistungen unseres Bildungssystems sind in besonderem Maße auch das Verdienst unserer Lehrerinnen und Lehrer", erklärte sie am Sonntag. Etwaige Reformen im Bildungsbereich dürften deshalb nicht auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Würde der Südwesten im Alleingang die Verbeamtung der Lehrkräfte abschaffen, verlöre der Lehrerberuf im Land damit klar an Attraktivität.

Einstimmig beschlossen die etwa 100 Teilnehmer des FDP-Parteitags einen neuen Leitantrag zur Bildungspolitik. Darin strebt die FDP zudem an, dass die Studiengebühren - derzeit 500 Euro je Semester - künftig erst nach Abschluss des Studiums bezahlt werden müssen; außerdem erst von einer bestimmten Einkommenshöhe an. Die Liberalen sprachen sich ferner für mehr Ganztagsschulen aus - jedoch nur dort, wo sie ausdrücklich gewünscht werden.

FDP will mehr Eigenständigkeit für Schulen

Hochschulen sollen in Zukunft das Recht haben, Studiengänge vom zentralen Vergabeverfahren auszunehmen und ihre Studenten selbst auszuwählen. Außerdem sollen sie neben dem Bachelor und Master auch andere Abschlüsse wie das Diplom verleihen können. Die Studien- und Prüfungsordnungen der reformierten Studiengänge sollen flexibler gestaltet werden können.

Bei der umstrittenen Grundschulempfehlung sollen weiterführende Schulen die Möglichkeit erhalten, auch Kinder aufzunehmen, die keine entsprechende Empfehlung haben. Damit soll die endgültige Entscheidung nicht alleine bei den Eltern liegen.

Die Landes-FDP will mehr Eigenständigkeit für die Schulen erreichen. Sie sollen selbst über ihr Budget und ihr Profil entscheiden können. "Ob ein Schulpsychologe, ein neuer Lehrer oder ein Sozialarbeiter eingestellt werden soll, muss in den Schulen selber entschieden werden - und nicht in Stuttgart und schon gar nicht in Berlin", sagte FDP-Landeschefin Birgit Homburger. Die FDP will sich auch dafür einsetzen, dass die Klassengrößen weiter verringert werden und Eltern die Grundschulen frei wählen können. Am gegliederten Schulwesen wollen die Liberalen festhalten. Sie plädieren jedoch für eine größere Durchlässigkeit.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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