Großen Anklang erfährt das Revival der legendären Disco Waldpeter.
Zum 750. Geburtstag der Gemeinde Schonach ist im Haus des Gastes der Waldpeter wieder auferstanden – unter dem Namen „Waldpeterle“. Die originalgetreue Kopie der einst legendären Diskothek zwischen Schonach und Schönwald ist ein Riesenerfolg.
Im Konferenzraum des Haus des Gastes wurden Teile der originalen Einrichtung im dunklen Massiv-Holz-Stil eingebaut. Theke, Tische und Stühle, die Tanzfläche in verkleinerter Form und natürlich die DJ-Kabine sowie viel Deko wie Lampen, Accessoires, Schilder und sogar alte Speisekarten wurden verwendet, um dem Ganzen einen möglichst originalgetreuen Anstrich zu geben. Und das ist gelungen.
Seit Anfang Oktober hatte die Disco im Mini-Format an mehreren Freitagen geöffnet und war durchgehend ausverkauft. Auf Grund der Größe des Raumes durften allerdings auch nur rund 120 Besucher eingelassen werden, es waren regelmäßig mehr, die auf Einlass warteten.
Schnell ausverkauft
So auch jüngst. Um 19.30 Uhr öffneten die Türen, die Schlange der Besucher zog sich allerdings schon wesentlich früher an der Straße entlang. „Wir waren bisher eigentlich immer kurz nach 20 Uhr ausverkauft“, erzählt Beate Feser, die Hauptverantwortliche für die Location. Sie und ihr komplettes Team, das größtenteils aus ehemaligem Personal der Original-Disco besteht, hatten sichtlich Spaß an ihrem Tun, auch wenn der Arbeitstag lange war. „Wir sind so um halb fünf vor Ort und bereiten alles vor, dann geht es bis morgens drei, vier Uhr, bis alles wieder sauber und aufgeräumt ist“, erklärt sie. Dennoch mache es viel Spaß, die Abende gestalten sich fast wie Jahrgangstreffen: „Viele Leute von damals sind gekommen, alle haben gute Laune und Ärger gab es bisher nie“, freut sich die Schonacherin.
Und tatsächlich aus der ganzen Region kommen die Besucher, aus der Raumschaft natürlich, aber auch aus St. Georgen, Furtwangen, Villingen, ja sogar aus Biederbach und Gengenbach. Eine Besucherin erzählte gar, dass sie extra aus Italien angereist war, um mit ihrer Freundin die alten Tage im Waldpeter für einen Abend wieder aufleben zu lassen.
„Ich habe einen ehemaligen Arbeitskollegen getroffen, den habe ich seit der Schließung des Waldpeter Ende der 90er Jahre nicht mehr getroffen“, freute sich ein anderer Gast.
Jüngere Gäste wollen sich das auch anschauen
Und so feierten die vielen ehemaligen Waldpeter-Besucher im „Waldpeterle“ auch mit einigen jungen Gästen, die mal sehen wollten, wie dieser legendäre Waldpeter, von dem die Eltern so viel erzählten, denn war. Für die richtige Musikmischung sorgten die DJ’s Uwe Kammerer und Mike Spinner, aber auch DJ Nobi, der schon im Waldpeter selbst aufgelegt hatte. Und bei Bananen-Weizen, Korea, Campari oder Bacardi feierten die Gäste dann bis 2 Uhr morgens.
Eines aber fragten sich so ziemlich alle Besucher am Ende des Tages: Wie wird es mit dem „Waldpeterle“ weitergehen? Denn nach der Öffnung am 27. Dezember soll eigentlich Schluss sein und sollen die Räumlichkeiten wieder in den Konferenzraum zurückverwandelt werden. Das aber sollte nach einhelliger Meinung so ziemlich aller unbedingt verhindert werden.