Viele Straßenlaternen in der Gesamtgemeinde – wie hier im Kernort – sind bereits auf LED umgerüstet worden. Foto: Helen Moser

Die Umstellung der Straßenlaternen auf LED-Technik ist fast abgeschlossen. Jetzt geht es noch um den Austausch einiger alter Anlagen in den Königsfelder Ortsteilen. Im Ausschuss kam Kritik an der kaltweißen Färbung der ausgewählten Leuchtmittel auf.

Über den Austausch restlicher herkömmlicher Straßenlaternen-Leuchtmittel gegen LED-Leuchten entschied der Ausschuss für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr des Königsfelder Gemeinderats. Bürgermeister Fritz Link erinnerte an die „richtungsweisende Entscheidung“, bei der die Kommune schon 2012 begann, Straßenleuchten mit LED zu bestücken.

 

Damit habe sich die energetische Situation extrem gut entwickelt. Jetzt wolle man noch 60 alte Leuchten in Buchenberg, Burgberg, Erdmannsweiler, Neuhausen und Weiler austauschen.

Zu Beginn hatte der Einwohner Andreas Schönfeld-Pahlke die kaltweiße Färbung, hohe Blendwirkung und Anziehungskraft auf Insekten der aktuell eingesetzten LED bemängelt und für warmweiße Leuchtmittel geworben. Man habe sich zu Beginn der Umstellung dafür entschieden, in Wohngebieten flächendeckend das Modell Residenza zu nutzen, erklärte Link. Das sei von allen Fördergebern anerkannt und werde den technischen Anforderungen gerecht. Man solle nun nicht anfangen, andere Leuchtmittel und -körper zu verwenden. Mönchweiler habe jahrelang gelbliches Licht genutzt, stelle nun aber wieder auf weiß um, da das in Sachen Verkehrssicherheit empfohlen werde.

Auch Thomas Fiehn sprach sich gegen den Modellwechsel aus. Das weiße Licht wirke frischer. Gut sei auch die spätere Beleuchtung von Kreuzungsbereichen. Der sachkundige Einwohner Axel Maier merkte an, zwischen gelblichem und weißem Licht keinen Unterschied festzustellen. Gelbes Licht biete aber für Insekten große Vorteile.

Ausschreibung bereits abgeschlossen

Man habe sich im Vorfeld die Farbgestaltung zeigen lassen und sich für den hellen Farbton entschieden, weil es vorher einen etwas schummrigen Beleuchtungszustand im Ort gegeben habe, entgegnete der Bürgermeister. Laut Bernd Möller war bei Beginn der Umtauschaktion die Insektenwirkung ein großes Thema. Zudem sei die Ausschreibung durch, da könne man ohnehin nichts mehr ändern.

Modernes Design

Schönfeld-Pahlke hatte auch bemängelt, dass die Rundumstrahler Häuser und den Himmel beleuchten. Man habe sich aus stilistischen Gründen für den Glaskörper entschieden, entgegnete Link. Gewünscht worden sei keine technische, sondern eine vom Design her moderne Leuchte. Zwar sei die Lampe nach oben offen, die Strahlwirkung nach unten sei aber sehr viel besser als bei bisherigen Leuchten.

Ortsbaumeister Gregor Schenk merkte an, dass man bezüglich der Blendwirkung von Häusern eine Abschirmung einsetzen könne. Laut Matthias Weißer ist die Lichtverschmutzung bei der Residenza am geringsten. Bei der Ausschreibung lag das günstigste Angebot für die Leuchten laut Schenk bei etwa 44 800 Euro, abgegeben vom Unternehmen Hess Licht und Form, bei Montage und Installation bei knapp 13 700 Euro, abgegeben von Rottler Elektrotechnik.

Eigenanteil der Gemeinde beträgt knapp 43 000 Euro

Bei einem Bundeszuschuss von etwa 15 500 Euro liege der Eigenanteil der Gemeinde bei knapp 43 000 Euro. Im Haushalt eingestellt waren 70 000 Euro. Der Ausschuss vergab die Arbeiten zum Wechsel der Leuchten entsprechend den Ausschreibungsergebnissen.