Die Behörde hatte zum wiederholten Mal Hygienemängel in der Metzgerei vorgefunden. Foto: dpa/Robert Michael

Nicht zum ersten Mal beanstandet die Lebensmittelüberwachungsbehörde des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis eine ganze Reihe von Hygienemängeln in der Metzgerei Gür in Pfaffenweiler. Der Inhaber hat eine Erklärung dafür.

Angetrocknete Lebensmittelreste und andere dunkle Rückstände fanden die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachungsbehörde des Landratsamts bei ihrem Besuch der Metzgerei Gür vor.

 

Anfang Oktober hatten sie den Betrieb in Pfaffenweiler kontrolliert und dabei einige unschöne Entdeckungen gemacht. Gerätschaften mit unmittelbarem Lebensmittelkontakt seien mit gelblichen, bräunlichen, schwarzen, alten angetrockneten und frischen Lebensmittelresten wie Fleisch, Fett und Brätresten verunreinigt gewesen. So sei in der Wurstküche und im Zerlegeraum der Innenbereich des Speckschneiders und auch die Abschwartmaschine mit dunklen Rückständen und Versporungen verunreinigt gewesen, wie aus dem öffentlichen Bericht der Behörde hervorgeht.

Dadurch habe die Gefahr der nachteiligen Kontamination von Lebensmitteln wie Brühwurst, Fleischkäseprodukte und rohes Fleisch bestanden.

Weitere Nachkontrollen terminiert

Bei der Nachkontrolle vor Produktionsbeginn am Folgetag seien die Hygienemängel noch nicht vollständig beseitigt gewesen, heißt es weiter. Im Laufe der Kontrolle wurden diese noch offenen Mängel behoben. Weitere Nachkontrollen sind terminiert.

Der Betrieb in Pfaffenweiler war bereits im Januar 2022 von der Lebensmittelüberwachungsbehörde kontrolliert worden. Auch damals wurde eine lange Liste verschiedener Hygienemängel festgestellt. In der Wurstküche und im Zerlegeraum seien unter anderem Messer massiv verschmutzt gewesen, teils durch „braune, schwarze und klebrige Rückstände“, wie es damals im öffentlichen Bericht der Lebensmittelkontrollbehörde hieß.

Wenig Zeit

Der Inhaber der Metzgerei, Wolfgang Gür, hatte damals auf Anfrage unserer Redaktion erklärt, dass es zum Schimmelbefall gekommen war, weil der Ventilator zum Zeitpunkt der Kontrolle defekt gewesen sei. Zu dieser Zeit sei vieles zusammengekommen, und es habe meist schnell gehen müssen.

Produkte werden regelmäßig kontrolliert

Dass es nun erneut zu einer Beanstandung gekommen ist, bedauere er, teilt Gür mit. Es handele sich um eine Momentaufnahme. Die Kontrolle sei am Ende des Produktionstags vollzogen worden, am Folgetag seien die Gerätschaften noch nicht zur Produktion vorbereitet gewesen. Auch habe es bei den fünf vorherigen unangemeldeten Kontrollen keine nennenswerten Beanstandungen gegeben.

Unsicher seien die Lebensmittel nicht, die Produkte würden ebenfalls regelmäßig geprüft und bestünden die Kontrollen stets ohne Beanstandung.