Leergeräumte Regale und keine Eier in Sicht – solche Bilder gibt es derzeit vielerorts. Doch gibt es auch eine Knappheit im Kreis Rottweil? Unsere Redaktion hat das überprüft.
Wer sich derzeit auf ein Frühstücksei freut könnte Pech haben. Viele Supermarktregale stehen derzeit leer, wie seit einigen Wochen berichtet wird. Doch ist die Lage auch im Kreis Rottweil so brenzlig? Unsere Redaktion hat sich bei den Supermärkten und Discountern in der Region erkundigt.
Bereits im Dezember gab es beispielsweise in Sachsen laut der Deutschen Presseagentur (dpa) eine Eierknappheit. Vor Weihnachten hätten so teilweise bestimmte Größen oder auch Haltungsformen gefehlt. Der Ausbruch der Vogelgrippe und die damit zusammenhängende Tötung von Legehennen sei dabei der maßgebliche Faktor gewesen, wurde berichtet. Hinzu kam, dass vor Weihnachten die Nachfrage nach Eiern meist steigt, da in vielen Haushalten für das Weihnachtsfest gebacken wird.
Kurzfristige Auswirkungen auf den Preis soll es durch die Eierknappheit nicht geben. Trotzdem soll dieser sich laut dpa in diesem Jahr um drei bis fünf Cent erhöhen. Gründe sind aber offenbar nicht die Geflügelpest, sondern gestiegene Kosten der Produzenten für Futter und die Aufzucht von Junghennen und der steigende Mindestlohn.
Supermärkte geben Entwarnung im Kreis
Doch wie ist die Lage im Kreis Rottweil? Eine Sprecherin von Rewe konnte Entwarnung geben. Im Kreis Rottweil gebe es glücklicherweise keinen Engpass bei Eiern. Auch Aldi berichtet von einer Sicherstellung der täglichen Versorgung. Man beobachte die Marktentwicklungen und stehe in engem Kontakt mit den Lieferanten, heißt es.
Lidl gab auf Anfrage bekannt, dass auch hier die Eierversorgung grundsätzlich sichergestellt sei. Sollte es kurzfristig dennoch dazu kommen, dass ein Artikel ausverkauft sei, so gebe es genügend Alternativen.
Ähnliches berichtet auch eine Sprecherin von Kaufland. Da dort eine große Auswahl, auch von regionalen Händlern, verkauft werde, sei die Versorgung hier grundsätzlich sichergestellt. Durch die Vogelgrippe könnte es bei einzelnen Artikeln allerdings temporär zu Lieferverzögerungen kommen, heißt es zum Schluss.
Trotzdem leere Regale
Dennoch stutzte mancher beim Einkaufen am Donnerstag nicht nur bei den Eiern über regelrecht leergeräumte Regale in einer Aldi-Filiale in Sulgen. Und das schon Stunden vor Ladenschluss. Auch eine Mitarbeiterin konnte sich das nicht erklären.
Ob es sich um Hamsterkäufe wegen des drohenden Sturmtiefs handelte? Oder gab es einfach Lieferengpässe? Aus dem von Sturmtief „Elli“ besonders betroffenen Norden wurden jedenfalls ähnliche Bilder im Netz gepostet. Der Anblick wecke „Erinnerungen an Corona“, schreibt eine Nutzerin angesichts der leeren Regale.