Das 2024er-Team der Stadtverwaltung Freudenstadt, das am Lebensmittelretter-Wettbewerb teilgenommen hatte, mit dem französischen Volontär Hugo Perrin (hinten links). (Archivfoto) Foto: Rittmann/Stadtverwaltung

Die „deutsch-französische Lebensmittelretter-Challenge“ geht in die zweite Runde. Die Stadt Freudenstadt ruft zur Teilnahme auf.

Die „deutsch-französische Lebensmittelretter-Challenge“ des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg geht in die zweite Runde. Die Stadt Freudenstadt, auf diesem Gebiet im Schulterschluss mit ihrer französischen Partnerstadt Courbevoie besonders engagiert, wie es in einer Pressemitteilung heißt, ruft ihre jungen Einwohner zur erneuten Teilnahme auf.

 

„Die erste Runde unserer ,deutsch-französischen Lebensmittelretter-Challenge‘ hat erfolgreich gezeigt, dass junge Menschen nachhaltig denken und kreativ handeln, um die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren. Wir waren begeistert von den vielen tollen Initiativen, die uns bei der ersten Challenge im Jahr 2024 über die Ländergrenzen hinweg erreicht haben“, wird Sabine Kurtz, Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, zitiert.

Kreative Kochrezepte mit Gemüse

Beim diesjährigen Wettbewerb ist es die Aufgabe, kreative Kochrezepte mit Gemüse einzureichen. Denn Gemüse gehöre neben Obst zu den am häufigsten weggeworfenen Lebensmitteln in Privathaushalten. Dabei würden nicht nur Arbeit und Ressourcen verschwendet, sondern es würden auch viele wertvolle Bestandteile wie Schalen, Keime oder Blätter und damit wichtige Nährstoffe vergeudet.

An der Lebensmittelretter-Challenge können Jugendliche und junge Erwachsene aus Baden-Württemberg und Frankreich im Alter von zwölf bis 25 Jahren teilnehmen. Ziel des Wettbewerbs sei es, junge Menschen für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren. Zudem sollen Ideen aufgezeigt werden, was sich aus Gemüseresten oder -teilen an pfiffigen und leckeren Rezepten zubereiten lässt.

Mitmachen können Einzelpersonen, Gruppen und Schulen. Die Fachjury der Lebensmittelretter-Challenge setzt sich aus Vertretern des Deutsch-Französischen Instituts (dfi), der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg (VZ BW) sowie des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) zusammen. Sie wählen in den drei Kategorien die Preisträger aus. Einsendeschluss ist der 31. Juli. Die Preisträger erhalten bei der Preisverleihung Reisegutscheine in Höhe von 1500 Euro. Aus allen eingereichten Rezepten wird ein deutsch-französisches Retter-Kochbuch erstellt.

Konkrete Veränderungen auf kommunaler Ebene

Drei Teams und Einzelstarter aus Freudenstadt waren bei der Premiere im Jahr 2024 mit dabei, zwei Preise wurden dabei geholt. Fabienne Janz von der Stadtverwaltung hofft laut Mitteilung, dass wieder Teilnehmer aus Freudenstadt mit dabei sind.

„Auch in diesem Jahr möchten wir diese Gelegenheit nutzen, um erneut ein starkes Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung zu setzen – nicht nur ausgehend von der Stadtverwaltung und in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, sondern ausdrücklich auch aus der Bürgerschaft heraus. Gemeinsam wollen wir damit zeigen, dass auf kommunaler Ebene konkrete Veränderungen möglich sind“, so Janz. Die Teilnahme sei ein wichtiges Signal dafür, dass die Stadtgemeinschaft in Freudenstadt gemeinsam etwas bewegen wolle.

Weitere Infos zum Wettbewerb gibt es unter https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/ernaehrung/lebensmittelretter/challenge-2026