Am 25. August soll ein Eritreer (27) drei Frauen mit einem Metallpoller angegriffen, eine 41-Jährige soll er sehr schwer verletzt haben. Ihr Lebensgefährte erzählt , wie es ihr geht.
Im Gemeinderat am Dienstagabend äußert Bürgermeister Ralph Zimmermann Anteilnahme: „Unser Mitgefühl und unsere Genesungswünsche gelten der schwer verletzten Frau der Poller-Attacke.“ In diesem Moment vibriert das Handy des Autors. Am anderen Ende: der Lebensgefährte der Frau, die so schwer verletzt wurde, dass sie in ein künstliches Koma versetzt und intensivmedizinisch behandelt wurde.
Ein 27-Jähriger soll sie und zwei andere Frauen auf der Bildechinger Steige angegriffen haben. Das 41-jährige Opfer arbeitet in einer Gastronomie. Zuvor soll sich der Mann bereits in der Lokalität aggressiv verhalten haben. Der mutmaßliche Täter sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Die schlimme Diagnose
Ihr Lebensgefährte ist Metallbauer, ein kräftiger Mann – aber die letzten Wochen haben Spuren hinterlassen. Er erinnert sich: „Als ich sie zum ersten Mal im Krankenhaus gesehen habe, war es ein Schock. Überall Schläuche. Künstliches Koma. Die Diagnose: Schädelbruch mit inneren Blutungen.“
Sein Chef gibt ihm sofort frei: „Mein Chef hat gesagt: Nimm Dir alle Zeit, die Du brauchst. Das ist wichtiger als alles andere.“ Täglich fuhr der Lebensgefährte in die Klinik. Auch ihre Eltern kamen.
Ein Foto zeigt, wie sie ihm die Hand drückt – der Moment, als sie aus dem Koma erwacht. Der Lebensgefährte erzählt: „Für mich war das ein Wunder. Ich sagte zu ihr: Du hast so gekämpft – den Rest schaffen wir auch.“
In der Reha der nächste Unfall
Und tatsächlich geht es bergauf. Er berichtet: „Schon am 17. September kam sie in die Reha. Die Ärzte sagten: Das es ihr so schnell so gut geht, ist ein Wunder.“ Die Polizei hatte noch auf Anfrage unserer Redaktion am 18. September berichtet, dass das Opfer in intensivmedizinischen Behandlung sei.
In der Reha dann der nächste Schock, wie ihr Partner erzählt: Die 41-Jährige drückt den Notknopf, weil sie aufstehen muss. Niemand kommt. Sie steigt aus dem Bett und fällt laut ihrem Lebensgefährten wieder auf den Kopf. „Dann kam sie wieder ins Krankenhaus. Ein CT wurde gemacht – ihr Zustand ist zum Glück unverändert gut.“
„Sie ist eine Kämpferin“
Und wie geht es ihr jetzt? Inzwischen könne wieder reden, gehen, lachen. „Sie ist eine Kämpferin. Und sie erinnert sich an jedes kleinste Detail. Sogar noch an das T-Shirt, was ihr Vater anhatte, als sie noch im künstlichen Koma war. Sie sagt mir, wo die Rechnung in der Schublade liegt, wer am Wochenende Geburtstag hat – ihr Zustand ist top.“
Die Ärzte würden das bestätigen: Nach aktuellem Stand seien keine bleibenden Schäden zu erwarten, erzählt er. „Es läuft alles in die richtige Richtung. Ich freue mich so sehr, dass sie hoffentlich bald wieder nach Hause kann.“ Die 41-Jährige bekommt nun täglich Besuch in der Reha. Ihre Lebensgefährte: „Das hilft ihr sehr.“