Gemeinsam feierten Menschen aus Kappel und Rhinau das neue Jahr. Foto: Birkle

Seit 34 Jahren kommen Bürger aus Kappel und Rhinau bei einer Neujahrstreffen zusammen, um die deutsch-französische Freundschaft zu pflegen.

Viele Menschen waren aus der ganzen Umgebung gekommen, um gemeinsam das neue Jahr zu begehen. Während der grenzüberschreitende Neujahrsempfang vor zwei Jahren noch in Kappel gefeiert wurde, traf man sich in diesem Jahr auf der elsässischen Seite des Rheins – direkt vor dem „Bureau du Tourisme“ gegenüber des Restaurants Board au Rhin.

 

Es ist für viele Menschen aus der Raumschaft beidseits des Rheins eine Tradition geworden, sich zu treffen, gegenseitig die besten Wünsche auszusprechen und sich auch über das aktuelle Geschehen vor Ort zu informieren. Da gab es manches zu berichten, so auch über die Partnerschaft zwischen Kappel-Grafenhausen und Rhinau, über die „50+1“-Feier im vergangen Jahr und vor allem über die familiären Entwicklungen der Menschen beidseits des Rheins.

Bei heiterem Wetter, Sonnenschein und winterlicher Kälte hieß Gisela Gruninger alle Besucher willkommen und hatte in gewohnte Kürze die besten Wünsche für alle bereit. Ihre Vergleiche zu früher machten deutlich, wie sehr sich die Welt und die Menschen verändert haben. Demnach hätten „früher die Männer die Sterne vom Himmel geholt, heute kommt von dort nur noch Satellitenschrott.“ Zwar gebe es auch in diesem Jahr Hektik, Stress und Plagen, dennoch gedachte sie der schönen Tage und wünschten nur das Beste fürs neue Jahr.

70 Preise konnten die Teilnehmer gewinnen

Rolf Renter und Frank Wagemann hatten wieder viele Spenden für die Tombola von deutscher und Robert Schneider zusammen mit Ehefrau Gaby Schneider auf der elsässischen Seite eingesammelt, die nun verlost wurden und viele Teilnehmer diese als Erinnerung an das Treffen am Rhein mit nach Hause nehmen konnte. Nahezu jedes Los war ein Gewinn, rund 70 Preise wurden vergeben.

Besucher tauschen Pläne für das neue Jahr aus

Für die musikalische Unterhaltung des frohen Treibens auf dem Platz vor dem Tourismusbüro sorgte wie im vergangenen Jahr wieder Liana Anselm aus Kappel-Grafenhausen und so mit frohen Weisen auf ihrem Akkordeon das fröhliche Miteinander der Besucher aus dem Elsass und Baden erfreute.

Gerne wurde die Zeit zum Schwätzchen und Austausch von Neuigkeiten oder Informationen über Geschehnisse im alten Jahr genutzt, aber auch schon mancher Plan für besondere Aktivitäten im neuen Jahr ausgetauscht – denn seit 34 Jahren trifft man sich hier am Neujahrstag am Rhein, um in den kommenden Monaten gerne wieder bei passender Gelegenheit hüben wie drüben bei Aktivitätsangeboten mit dabei zu sein oder auch sich ganz einfach zu treffen und so miteinander über die Grenzen hinweg die Freundschaft zu pflegen.

Das steckt dahinter

Anlässlich des Wegfalls der Grenzen in Europa wurde das Treffen erstmals im Jahr 1993 organisiert. Auf die Beine gestellt hatten dies Arsène Schnepf aus Boofzheim zusammen mit Freunden aus Deutschland. Damals wurde es auf der alten, kleinen Fähre „Rhinowe“ gefeiert. Seitdem die große Fähre in Betrieb ist, fand das Treffen jedes Jahr am 1. Januar am Rheinufer in Kappel statt, zum zweiten Mal in Folge wurde nun jedoch auf elsässischer Seite gefeiert.