Rund 150 Besucher kamen auf den Marktplatz. Foto: Katzmaier

Eines der letzten Türchen des Lebendigen Adventskalenders wurde auf dem Haiterbacher Marktplatz geöffnet. Rund 150 Besucher kamen zu Musik der Stadtkapelle, Gedanken und Punsch.

Auch wenn der Schnee derzeit fehlt: Winterliche Temperatur herrschten auf dem Haiterbacher Marktplatz allemal. Bevor für die rund 150 Besucher wärmender Punsch und Glühwein ausgeschenkt wurde, durften sich die Gäste zunächst an Musik, Gesang und weihnachtlichen Gedanken wärmen.

 

Eingeladen hatte zu diesem 22. Adventstürchen innerhalb des Lebendigen Adventskalender der Evangelischen Kirchengemeinde die Stadtverwaltung Haiterbach. Begrüßt wurden die Einwohner von Bürgermeisterin Kerstin Brenner, die sich freute, dass einige Beuchcer zum gemeinsamen Einstimmen auf Weihnachten auf den Marktplatz gekommen waren.

Adventskalender im vierten Jahr

Der lebendige Adventskalender wurde vor vier Jahren ins Leben gerufen. An jedem Tag gibt es an wechselnden, meist privaten Orten ein Programm mit Geschichten, Gedichten, Musik und Gesang. Das Angebot wird von Familien, Gruppen, Organisationen und Kirchen gestaltet.

Für den musikalischen Teil war an dem von der Stadt Haitterbach gestalteten Abend die Stadtkapelle zuständig. Nach der Begrüßung von Brenner spielte sie zunächst vier Weihnachtslieder. Die Einwohner waren dabei zum Mitsingen eingeladen. Wer nicht ganz so textsicher war, konnte mit einem der ausgelegten Liedblätter sicher gehen.

Brenners Gedanken zu „Tochter Zion“

Im Zentrum des Programms widmete sich Bürgermeisterin Brenner dem Weihnachtslied „Tochter Zion“. Die Melodie stammt von Georg Friedrich Händel (aus den Oratorien „Joshua“ und „Judas Makkabäus“) und war ursprünglich eine Siegeshymne/patriotischer Marsch. Der deutsche Theologe Friedrich Heinrich Ranke (um 1820) verfasste den Text, der biblische Worte des Propheten Sacharja aufgreift und Jesus als den kommenden Friedensfürst preist.

Brenner stellte Jesus als den einziehenden König in Kontext zu den Machthabern und Herrschern der Neuzeit. Um festzuhalten, dass letztere vor allem ein Ziel verfolgten: Die Ausweitung des einen Einfluss- und Machtbereiches.

Jesus sei nicht ein solcher König, kein Herrscher dieser Art gewesen. Er sei ein Diener gewesen, jemand, der Nächstenliebe gelebt und vorgelebt habe.

Vorbild für den heutigen Alltag

Brenner ermuntert, dieses Vorbild auch in die Gesellschaft und den Alltag hineinzutragen.

Die Stadtkapelle spielte darauf auch das Stück „Tochter Zion“. Nachdem der eine oder andere Besucher auch mit Worten bemerkt hatte, dass es doch recht kalt sei, war dann die Zeit für wärmenden Punsch und Glühwein gekommen. Dazu wurde noch allerlei Gebäck gereicht.

Am Dienstag, 23. Dezember, wird das vorletzte Türchen geöffnet. Ab 17.30 Uhr gibt es ein Weihnachtsliedersingen auf dem Marktplatz. Ab 19.30 Uhr gibt es in der Laurentiuskirche „Dienen und Loben“. Hinter dem letzten Türchen am 24. Dezember befinden sich die Gottesdienste an Heiligabend.