Kleiner Fauxpas, größere Auswirkungen: Ein von einem Bagger durchtrenntes Kabel hat in einem Villinger Wohngebiet zu einem Internetausfall geführt – ein Anwohner zeigt sich verärgert.
„Weder TV noch Internet oder Telefon über Ostern – das ist untragbar!“ Ein Bürger aus der Wöschhalde machte seinem Ärger gegenüber unserer Redaktion Luft. Denn ein durchtrenntes Kabel – offenbar verursacht durch einen Baggerfahrer am Vormittag des Ostersamstags – hat zu einem mehrtägigen Ausfall geführt. „Wir haben drei Tage wie in der Steinzeit gelebt“, poltert der Anwohner.
Betroffen waren Vodafone-Kunden in der Villinger Wöschhalde. Das Telekommunikationsunternehmen bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion den Ausfall „in einem sehr kleinen Teil des Glasfaserkabelnetzes“. Es handle sich laut Vodafone-Sprecher Volker Petendorf um eine Einzelstörung, weswegen bei „bis zu 33 Kunden Kabel-TV, Breitband-Internet und Festnetz-Telefonie vorübergehend nicht verfügbar“ sind.
Der Schaden sei durch Dritte bei Bauarbeiten entstanden, mit denen Vodafone an sich nichts zu tun hatte, wie der Sprecher betont. In der Folge war die unterirdische Zufuhrstrecke, über die die betroffenen Vodafone-Kunden angeschlossen sind, außer Betrieb. Petendorf: „Zur Behebung der Störung müssen ein Kabelschaden beseitigt sowie ein defektes Bauteil ausgebaut und durch ein neues Netzelement ersetzt werden.“
Unmittelbar nach Bekanntwerden der Störung habe ein örtlicher Vodafone-Dienstleister damit begonnen, die Schadensursache und die Schadstelle zu ermitteln. Denn offenbar ist der Schaden nicht vom Verursacher gemeldet worden, wie der Anwohner mutmaßt. Dank umfangreicher Messungen und eines Vor-Ort-Termins sei die Schadstelle gefunden worden. „Die Reparaturarbeiten sind in der Planung und Ausführung sehr aufwendig“, erklärt der Sprecher in diesem Zusammenhang, warum die Störung nicht schnell behoben werden konnte.
Reparaturkonzept erstellt
Über Ostern habe man ein Reparaturkonzept im Detail erstellt, „unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorkehrungen am stromführenden Hauptkabel, der Verfügbarkeit der benötigten Tiefbauexperten und Baumaterialien“, so Petendorf. Die finalen Tiefbauarbeiten haben am Dienstag begonnen und sollen noch am gleichen Tag beendet werden. „Dann können die Kunden das Glasfaserkabelnetz vollständig nutzen“, sagt der Sprecher. Das Leben wie in der Steinzeit dürfte dann zu Ende sein.