Die neuen Smart Lodges liegen am Ortsrand von Bad Rippoldsau in ruhiger Hanglage am Waldrand. Foto: Carolin Schöffler

Mentale Wellness mitten in der Natur – das ist ab sofort in den neuen Smart Lodges in Bad Rippoldsau-Schapbach möglich. Doch was genau macht die Ferienwohnungen so smart?

In ruhiger Hanglage im Bereich Kreuzbühl in Bad Rippoldsau stehen sie nun: die neuen Smart Lodges in Holzbauweise. In den beiden Mini-Terrassenhäusern mit insgesamt vier Einheiten sollen Urlauber ab sofort dem Stadtlärm entfliehen und Ruhe in der Natur finden können. „Mentale Wellness“, nennt es Andreas Junt, Landrat und stellvertretender Vorsitzender der Leader-Aktionsgruppe Nordschwarzwald, bei der Besichtigung.

 

In der oberen Hälfte befinden sich jeweils die Lofts „ A1 Bär“ und „B1 Hirsch“. Klein und kompakt bieten diese auf gerade mal 52 Quadratmetern, mit einem Schlafzimmer, einer Schlafgalerie und einem ausziehbaren Sofa in der Wohnküche Platz für bis zu sechs Personen.

Etwas kleiner ausgefallen, sind die darunterliegenden Studios „A2 Fuchs“ und „B2 Wolf“. Mit 26 Quadratmetern sind diese Ein-Zimmer-Wohnungen für ein bis zwei Personen ausgelegt. Dabei verfügen alle Einheiten über eine Terrasse in Südhanglage sowie einen eigenen Zugang. Seit dem 1. April sind sie nun unabhängig voneinander buchbar.

274 000 Euro Leader-Förderung von Land und EU

Ende 2023 kaufte die „BRAG Bad Rippoldsau“ das Gelände. Der Firmennamen setzt sich dabei aus den Vornamen der Bauherren zusammen – Bernd Conzelmann, Günther Fröhlich und René Klose vom Ingenieur- und Architekturbüro arcin sowie Energie-Effizienz-Experte Alexander Edele von der E3 Univers Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH.

Im Oktober 2024 wurde das Projekt dann von der Leader-Aktionsgruppe Nordschwarzwald zur Förderung ausgewählt. Mit rund 274 000 Euro wurde der insgesamt über eine Million teure Bau durch das Regionalentwicklungsprogramm der EU und des Landes bezuschusst, das ländliche Regionen nachhaltig entwickeln und wirtschaftlich stärken soll. „Ohne diese Förderung hätten wir dieses Projekt nicht realisiert“, erklärt Architekt Fröhlich.

Bei der Besichtigung (von links): Dajana Greger, Günther Fröhlich, René Klose, Andreas Junt, Bernd Conzelmann und Alexander Edele Foto: Carolin Schöffler

Doch was genau macht die Smart Lodges nun eigentlich so smart? Zum einen funktionieren sie kontaktlos, erklärt Fröhlich. Die Gäste erhalten einen Zugangscode per E-Mail, über den sie rund um die Uhr einchecken können.

Des weiteren verfügen die Wohneinheiten über einen Hotelfernseher, der den Gästen mit einer Gästemappe, dem Wetter und Attraktionen aus der Region ein paar Informationen an die Hand gibt. Somit sei keine Interaktion mit den Betreibern nötig, bei Fragen allerdings möglich, so Fröhlich.

Cradle-to-Cradle-Prinzip

Als klimaneutrale Gebäude mit Solarmodulen auf einem der Häuser, zeigen sich die Lodges auch in puncto Energie als smart. Auch an den Klima- und Ressourcenschutz wurde gedacht: Nach dem „Cradle-to-Cradle-Prinzip“, zu deutsch „von der Wiege zur Wiege“, solle das Haus nach Ende seines Lebenszyklus wieder verwendet werden können, erklärt Junt.

Möglich ist das durch den überwiegenden Einsatz von Holz als Baustoff. Da dabei heimische Nadelhölzer – insbesondere die Weißtanne als „Charakterbaum des Schwarzwalds“ – eingesetzt wurden, reduziere das zudem die CO2-Bilanz des Gebäudes, so Junt.

„Holz hält sich sehr lange, und man kann es immer sehen“, zeigt sich der Bad Rippoldsauer Bürgermeister Bernhard Waidele begeistert. Er sei dankbar, für die Investition in Bad Rippoldsau und wünsche den Bauherren „immer ein volles Haus“.