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Lauterbach Stumphos wäre ein geeigneter Glücksbringer

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Daheim ist es doch am schönsten: Janina Hettich kommt immer wieder gerne nach Lauterbach.Foto: Fehrenbacher Foto: Schwarzwälder Bote

Seit sie zwölf Jahre alt ist, ist Janina Hettich begeisterte Biathletn. Trotz Training und vieler Termine ist die junge Frau immer wieder gerne zuhause in ihrer Heimatgemeinde Lauterbach.

Lauterbach. Schon als Kind habe sie mit ihren Eltern immer Biathlon geschaut und dann wollte sie selbst mit diesem Sport beginnen. "Ich glaube, schlussendlich habe ich meine Eltern so lange damit genervt, bis sie mich zum Training nach Schönwald gefahren haben. Auch wenn sie damals vermutlich dachten, ich würde das nicht lange machen", schmunzelt sie.

Ans Skigymnasium Furtwangen gewechselt

Mit der Umstellung vom Luftgewehr zum Kleinkaliber wechselte vom Schramberger Gymnasium auf das Skiinternat nach Furtwangen. "Da muss man schon jeden Tag, außer vielleicht am Sonntag, trainieren und in Furtwangen wird darauf geschaut, dass man Schule und Sport miteinander vereinbaren kann. Das hat super geklappt hat", freut sich Hettich. Allerdings habe sie auch in Schramberg mehrfach im Nachmittagsunterricht fehlen können und einige Freiheiten gehabt, gesteht sie.

Nach ihrem Abitur habe sie noch für drei Jahre eine Wohnung in Furtwangen gehabt und eine Förderstelle bei der Bundeswehr bekommen, durch die sie nahtlos vom Schul- in den Profisport übergehen konnte. "Auch wenn ich eine Wohnung in Furtwangen hatte, war ich immer mehr zuhause bei Familie und Freunden", sagt die 24-Jährige. "Ich sehe mich definitiv als Lauterbacherin", erklärt sie.

Sie komme immer gerne nach Hause zu Familie und Freunden und genieße dort die Ruhe. Es sei für sie nie ein Thema gewesen, die Region komplett zu verlassen, auch wenn sie durch ihren Sport oft länger auf Reisen ist und ein Umzug es manchmal einfacher gemacht hätte. "Als mein Freund gesagt hat, ihm gefällt es hier in Lauterbach auch, war die Sache eigentlich geklärt", lacht sie.

Weiter bekomme sie von den Lauterbachern das Gefühl der Wertschätzung vermittelt, was sie freut. Darüber hinaus schreiben ihr im Winter vermehrt Lauterbacher und erzählen ihr, dass die Biathlon-Rennen zu festen Terminen im Terminkalender geworden seien. "Klar freut es mich, wenn es die Leute interessiert, was ich mache und wenn sie sich bei Erfolgen mit mir freuen. Als während der vergangenen Saison ein Banner von mir am Lauterbacher Ortseingang hing, habe ich mich noch mehr gefreut", sagt sie.

Auf die Frage, ob Lauterbacher zu ihren Rennen kommen, sagt sie: "Das ist schon etwas schwer, vor allem, wenn ich im Weltcup starte. Dort haben die Rennen internationale Austragungsorte und man kann nicht mal schnell mit dem Auto hinfahren. Aber dennoch muss ich sagen, dass bei Wettkämpfen in Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien bisher immer jemand von meiner Familie mit dabei war."

Vergangenes Jahr habe sie beim Weltcup in Antholz aber auch Lauterbacher getroffen, die sie von der Strecke aus angefeuert haben. Ein spezielles Symbol aus Lauterbach, wie beispielsweise die Stumphos oder den Lauterbacher Strumpf habe sie allerdings nicht zu ihrem Glücksbringer gemacht. "Aber ich war früher in der Narrenzunft und würde auch heute gerne zur Fasnet gehen. Da diese aber mitten in die Saison fällt, ist das leider nicht möglich", bekennt sie.

Auch die Teilnahme am Vereinsleben sei nahezu unmöglich, aber wenn sie Zeit habe, nehme sie gerne an sportlichen Aktivitäten teil. Dennoch bekomme sie das Geschehen in den Vereinen von ihren Eltern gut mit und ist sich sicher, dass sie nach dem Ende ihrer Biathlonkarriere selbst auch zum Vereinsmensch werde.

Kraftraum im Haus eingerichtet

Seit 2015 studiert Janina Hettich zusätzlich zu ihrer sportlichen Karriere Internationales Manangement, könne aber durch ein Fernstudium viel von Zuhause erledigen. Ein weiterer Vorteil, den ihr ihre Heimat biete, seien die umfangreichen Möglichkeiten des Trainings. "Zwar muss ich zum Stützpunkttraining nach Freiburg. Aber Radfahren, Joggen, Wandern und Krafttraining machen kann ich auch hier", erklärt die junge Sportlerin.

Krafttraining sei in der Corona-Zeit ein Problem für viele gewesen. Aber durch den Kraftraum, den ihr Freund und sie sich im Haus eingerichtet haben, habe das für sie kein Problem dargestellt. Mit der Zeit habe sie sogar eine Strecke gefunden, auf der sie mit Skirollern trainiert.

Im Moment sehe es so aus, als könne eine Biathlon-Saison mit Weltcups unter relativ normalen Bedingungen stattfinden. Dennoch sei sie noch nicht sicher gesetzt für einen Startplatz im Weltcup. "Ich hoffe aber, dass meine Leistung bei den deutschen Meisterschaften und der Meistertitel mir gute Chancen für einen Start im Weltcup bringen", sagt Hettich. Die Einkleidung und die ersten Trainingslager mit Schnee stünden bereits kurz bevor, blickt sie optimistisch in die Zukunft.

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