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Lauterbach Strom von der Bürgergenossenschaft

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Die Teckwerke Bürgerenergie hatten als Betreiber des Windparks Falkenhöhe zum Informationsabend eingeladen.Foto: Fritsche Foto: Schwarzwälder Bote

Die Teckwerke Bürgerenergie eG. hat sich im Lauterbacher Gemeindehaus als Betreiber des Windparks Falkenhöhe vorgestellt – und Möglichkeiten der finanziellen Beteiligung vorgestellt.

Lauterbach/Schramberg-Tennenbronn. Etwa 40 interessierte Bürger sind am Dienstag ins Gemeindehaus zum Infoabend gekommen. Der lief mit kontrollierter Teilnehmerliste, Maskenpflicht und großen Abständen zwischen den Sitzplätzen nach Coronaregeln ab. Bürgermeister Norbert Swoboda stellte die Projektträger vor und wies auf die Möglichkeit hin, sich am Windpark finanziell zu beteiligen .

Die drei Windenergieanlagen auf den Gemarkungen Lauterbach, Tennenbronn und Reichenbach werden derzeit gebaut und sollen im Sommer 2021 in Betrieb gehen. Bislang ist die Rodung des Waldes erfolgt und die Fundamente wurden gegossen. Zur Zeit wird die Kabel- und Wegetrasse gebaut (wir berichteten).

"Es war schwierig, alle Beteiligten unter einen Hut zu bringen", erklärte Geschäftsführer Gerhard Kienzler von der Projektentwicklerin Windkraft Schonach GmbH, die seit 2015 eine Tochter der RES Deutschland ist. Schon 2013 habe es den ersten Kontakt mit den Eigentümern des Geländes gegeben. Die Bauleitung und -koordination des Windparks erfolgt durch die RES Deutschland als Generalunternehmen. Betrieben wird der Windpark von der eigens dafür gegründeten Windpark Falkenhöhe GmbH & Co. KG. Hauptgesellschafter ist die Teckwerke Bürgerenergie, eine regionale "Bürgergenossenschaft". Diese hätte, berichtete Kienzler, das Projekt Ende 2019 übernommen.

"Der acht Kilometer lange Netzanschluss an das Umspannwerk in Schramberg ist eine anspruchsvolle Sache", erklärte Kienzler weiter. Natürlich sähe während der Bauzeit manches unschön aus, aber danach würde wieder naturgerecht aufgeforstet und die breiten Transportwege zurückgebaut.

Von der Teckwerke Bürgerenergie war mit Olaf Essig, Pedro da Silva und Felix Denzinger der komplette Vorstand nach Lauterbach gekommen. "Von der Falkenhöhe GmbH & Co. KG sind wir auch die Geschäftsführer", informierte da Silva, der an der Fakultät für Bauingenieurwesen der Hochschule Konstanz die Fachgebiete Technische Gebäudeausrüstung und Erneuerbare Energien betreut. Vorstand Essig stellte die Konzeption und Leistung der drei Windkraftanlagen auf der Falkenhöhe vor, während Vorstand Denzlinger die Teckwerke Bürgerenergie als Betreiber präsentierte: Für den langfristigen Betrieb hätten sich die Teckwerke mit weiteren Bürgerenergiegenossenschaften, Stadtwerken und Privatpersonen zusammengeschlossen. Denzinger präsentierte darüber hinaus eine Reihe von weiteren Anlagen und Beteiligungen, mit denen die Teckwerke nicht nur Ökostrom, sondern auch Gas erzeugen. "Wir speisen den Strom nicht nur in die Netze ein, wir leiten ihn auch zu unseren Mitgliedern nach Hause", ergänzte da Silva.

Denzinger erläuterte die Beteiligungsoptionen: Für eine Mindesteinlage von 100 Euro (maximal 100 000 Euro) kann man Mitglied der Genossenschaft werden (die Ausschüttung 2019 betrug zwei Prozent). Als Mitglied kann man darüber hinaus Mitgliederdarlehen erteilen (2500 Euro oder ein Vielfaches für sieben, neun oder zwölf Jahre Laufzeit bei einer Verzinsung von 3, 3,25 oder 3,5 Prozent). Außerdem kann man sich ab 200 000 Euro direkt an der Falkenhöhe GmbH & Co. KG beteiligen. Nach der mit viel Beifall bedachten Präsentation hatten die Bürger noch viele Detailfragen zu den Beteiligungsmöglichkeiten und zu den Teckwerken selbst.

Weitere Informationen: www.windpark-falkenhoehe.de

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