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Lauterbach Jeder Zipfel von Lauterbach ist nun erfasst

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Die Karte im Maßstab 1:25 000 zeigt eine Vielzahl der erfassten Lauterbacher Flurnamen auf.Foto: Löffelad Foto: Schwarzwälder Bote

Das Buch "Die Flurnamen der Gemeinde Lauterbach im Schwarzwald" von Peter Löffelad ist in diesen Tagen veröffentlicht worden.

Lauterbach. Am 18. März 2019 wurde der Auftrag zur Erstellung dieses Werks vom Gemeinderat an Peter Löffelad erteilt. Auf den Tag genau nach einem Jahr liegt laut Mitteilung das umfangreiche Buch mit Kartenbeilage nun vor.

Ziel des Buches sei es, sagte Bürgermeister Norbert Swoboda damals, die Überlieferung der Flurnamen zu sichern. Die mundartlichen Formen von Äckern, Gewannen und Wiesen sollten nicht in Vergessenheit geraten. Namen wie beispielsweise der Wursthof standen bislang oft nicht in Karten, was sich nun ändern soll. Der Wursthof wurde übrigens nach seinem Erstbesitzer benannt, der zum Nachnamen Wurst hieß, da dessen Vorfahr wiederum Metzger war. Bei der Namensgebung zum Gifthof könnte eine Mitgift eine Rolle gespielt haben.

Der Flurname mit der Endung Brühl deute auf eine herrschaftliche Wiese hin, die besonders fruchtbar sei, so Löffelad. Sein Anspruch sei, dass das Buch nicht zu wissenschaftlich, sondern gut lesbar sei. "Die Geschichte von Flurnamen interessiert die Leute brennend", so seine Erfahrung.

Es sei gut, dass dieses Wissen erhalten bleibe, lautete damals der Tenor im Gemeinderat. So könne die Bevölkerung auf die Ortsgeschichte aufmerksam gemacht werden und es sei auch für Zugezogene interessant.

Die geplante öffentliche Präsentation bei der Gemeinderatssitzung am 16. März in Lauterbach wurde vom Autor vorsichtshalber abgesagt und auf unbestimmte Zeit nach der Coronakrise verschoben.

In diesem Buch werden auf 150 Seiten insgesamt 225 Flur-, Gewässer- und Hausnamen – von Kolmenloch bis zur Heiligenmatte – alphabetisch aufgelistet, genau beschrieben nach Lage, Art und Gestalt sowie auf wissenschaftlicher Grundlage mit detaillierten historischen Quellenangaben allgemein verständlich sprachlich gedeutet. Vorangestellt ist ein Grußwort von Bürgermeister Norbert Swoboda.

Außergewöhnlich sind die vielen genealogischen Querverweise zu den verstreuten Einzelhöfen auf der Gemarkung nach Aufzeichnungen des Heimatforschers Alfons Brauchle aus Hardt (1912 bis 1997).

Die vierfarbige topografische Karte im Format DIN A3 erleichtert das Auffinden der Namen im Gelände. Sieben farbige Landschaftsaufnahmen illustrieren den Text.

Am Ende des Buches findet sich außer den Quellenangaben und einer Literaturliste auch ein ABC häufig wiederkehrender Bestandteile von Flurnamen.

Die Publikation mit der ISBN 978-3-9813258-5-0 ist im Buchhandel, über die Gemeinde und beim PL-Verlag Spraitbach über www.flurnamen.de erhältlich.

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

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