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Lauterbach Drei Fundamente für Windpark stehen

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Die Fundamente für die Windkraftanlagen werden vor dem Winter noch mit Boden aufgefüllt.Foto: Dorn Foto: Schwarzwälder Bote

Hornberg-Reichenbach/Lauterbach. Mehr als eine Stunde lang haben im Ortschaftsrat Projektentwickler und Betreiber des Windparks "Falkenhöhe/Kapfwald" über den aktuellen Stand informiert.

Gerhard Kienzler, Gründer der "Windkraft Schonach GmbH", relativierte die lange Zeit, die es von der Idee bis heute gedauert hatte. "Zehn Jahre sind Standard und da liegen wir mit den acht (bis zur Inbetriebnahme 2021) gut im Plan", so Kienzler.

Etwa 40 Verträge mit Grundstückseigentümern wurden abgeschlossen. Über die Schlüsselparzellen hinaus, die für den Bau nötig waren, wurden Waldbesitzer angesprochen, deren Flächen juristisch nicht notwendig gewesen wären. Die Planer wollten mit Blick auf größtmögliche Akzeptanz alle dabei haben. Entstanden ist ein "Pachtpool light", bei dem auch Pachtanteile auf Nachbarn entfallen.

Die Fundamente sind eingebracht und werden vor dem Winter mit Boden aufgefüllt. Im Frühjahr erfolgt die Lieferung und Montage von Turm, Gondel und Rotorblättern, im Sommer soll mit der Produktion begonnen werden.

Die "Ableitung" des Stroms stellte die Entwickler vor Probleme, verläuft die Trasse doch acht Kilometer bis nach Schramberg. An fünf Stellen wurden bis zu 200 Meter lange Bohrungen mit 30 Zentimetern Durchmesser nötig. Auf den übrigen Strecken wurde die Leitung in Pflug-Technik unter Waldwegen oder Holzrücke-Trassen verlegt. Auf der Trasse wurde auf geschützte Frösche und das "Rogers Goldhaarmoos" Rücksicht genommen.

Mit der Genossenschaft "Teck-Werke Bürgerenergie" wurde ein Betreiber gefunden. Die Teck-Werke haben den Zuschlag für einen Stromabnahme-Preis zwischen acht und neun Cent erhalten. Damit kann der Windpark 20 Jahre lang auskömmlich betrieben werden. Ziel der Teck-Werke ist es nach Auskunft von Vorstand Olaf Essig, den Windpark auch nach Ablauf der EEG-Förderung weiter zu betreiben. Nach 25 Jahren läuft die Genehmigung aus. Der Windpark könnte 2036 auf den neuesten Stand der Technik nachgerüstet werden. Ist nach 25 Jahren Schluss, werden die Anlagen zurückgebaut. Essig rechnet mit einer Stromproduktion von 9,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr und Anlage. Darin sind Zeiten, in denen die Rotoren für Milan, Fledermäuse oder nach der Mahd abgeschaltet werden müssen schon eingerechnet.

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