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Lauterbach Die Sanierung kreativ angehen

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Fotos: Riesterer Foto: Schwarzwälder Bote

Seit einiger Zeit plant der Turnrat des TSV Lauterbach, den Sozialbereich seiner Halle zu renovieren oder umzubauen. Dafür haben die Mitglieder nun in einem agilen Kreativworkshop Ideen gesammelt.

Lauterbach. "Wir wissen alle, dass der Sozialbereich unserer Halle in die Jahre gekommen ist. Da müssen wir so langsam was tun", brachte Benedikt Molitor auf den Punkt, wozu am Dienstagabend in der Turnhalle des TSV Lauterbach ein erster Schritt gemacht werden sollte. Im Fokus dieser angedachten Sanierung stehen alle Räume zwischen Eingang und Hallenbereich, wie der Vorsitzende erinnerte – also unter anderem die Umkleiden, Toiletten und Duschen. Ausgenommen ist die Küche.

Neben einer Renovierung werden beim TSV auch diverse Umbaumöglichkeiten in Betracht gezogen. Schon vor einigen Jahren habe ein Architekt hierzu einige Varianten entworfen, sagte Molitor. Zudem stehe der Verein bereits im Kontakt mit dem Bauamt.

Zur weiteren Planung hatten der Turnrat und der extra für die Maßnahme eingerichtete Sanierungsausschuss nun eine Idee: Übungsleiter und Interessierte wurden eingeladen, um in Form eines Workshops die einzelnen Bedarfe zu ermitteln, Anregungen zu geben und zu erläutern, was für den sportlichen Betrieb künftig an Infrastruktur überhaupt benötigt werde. "Braucht man ein Turnerstüble oder nicht?", gab Molitor mit dem Raum im ersten Stock ein Beispiel, der hauptsächlich für Sitzungen, nicht aber für den Sportbetrieb genutzt wird. Die Vorgabe: Es durfte alles gesagt und gesammelt werden – unabhängig von der Finanzierbarkeit.

Knapp ein Dutzend Mitglieder waren dem Aufruf gefolgt und fanden sich in der Turnhalle ein. Damit zeigte sich der Vorsitzende zufrieden – so gebe es ausreichend Ideenpotenzial bei genügend Abstandsmöglichkeiten angesichts der Corona-Situation.

Und so lief der Workshop, der von Jan Moosmann angeregt worden war, ab: In einer ersten Runde (für alle Runden waren etwa zehn Minuten angesetzt) sollte jeder Teilnehmer für sich seine Ideen notieren. In der zweiten Runde kamen sie zum Diskurs in Paaren zusammen und in einer dritten Runde in zwei großen Gruppen, in denen sämtliche Punkte ausgearbeitet, zusammengetragen und zuletzt vorgestellt wurden. "Ich finde das mit den Gruppen eine gute Idee, so können sich auch diejenigen einbringen, die sich ansonsten vielleicht nicht trauen, sich zu Wort zu melden", freute sich Molitor.

Bald schon wurde ein Hauptaspekt klar: "Wie können wir mehr Raum gewinnen?", trugen stellvertretend für die Gruppen Andreas und Jan Moosmann sowie Tobias und Carolin Fehrenbacher vor. Die Vorschläge reichten hierzu von Trennvorhängen über das Verlegen des Treppenaufgangs (welcher generell zu schmal und steil sei) nach außen in Form eines Treppenhaus-Anbaus bis zum Schaffen zusätzlicher Räume im Bereich des Dachgeschosses.

Andere Anregungen waren unter anderem barrierefreie Toiletten sowie Umkleidekabinen in gleicher Größe für Frauen und Männer, ein Multifunktionsraum mit modernen Medienanschlüssen für Schulungen, Sitzungen, aber auch moderne Kursangebote, eine offenere Gestaltung in Form einer Glasfront.

"Das waren viele Ideen, mit denen man weiterarbeiten kann", freute sich Benedikt Molitor über die Ergebnisse. Auf Basis der beim Workshop gesammelten Anregungen würde nun, erklärte er, der erwähnte Architekt beauftragt, "ein, zwei neue Konzepte" mit aktuellen Kostenvoranschlägen zu entwickeln. "Dann wissen wir, von was für einer Hausnummer wir sprechen", so Molitor. Im Anschluss sei dann der Gemeinderat gefragt: "Maßnahmen im Rahmen der sportlichen Infrastruktur der Vereine sind in Lauterbach immer gut unterstützt worden. Wir hoffen dann natürlich auch auf finanzielle Hilfe", sagt Molitor.

Das sieht auch Hubert Nagel so, der als Gemeinderat ebenfalls an dem Workshop teilgenommen hat. "Der TSV hat sich immer selbst über Wasser gehalten, bauliche Veränderungen selbst angestoßen und umgesetzt. Über einen solchen Verein, der so vieles über die Kraft der eigenen Mitglieder leistet, kann eine Gemeinde froh sein. Das muss man respektieren – und wenn es soweit ist, finde ich, auch finanziell unterstützen", betonte er. Anhand des Workshops habe man erneut gesehen, dass die Mitglieder des TSV hinter ihrem Verein stehen. Vor allem sei bezeichnend, dass dafür beim TSV "junge Leute das Heft in die Hand nehmen", so Nagel.

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