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Lauterbach Behinderten-WC? Schlichtweg vergessen

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Architekt Jürgen Bihlmaier (links) erläuterte den Gemeinderäten den Sachstand bei den Umbauarbeiten. Foto: Dold

Lauterbach - Das ist ärgerlich: Im ursprünglichen Plan für die Sanierung der Galerie Wilhelm Kimmich war ein Behinderten-WC enthalten. Im Plan des beauftragten Ingenieurbüros wurde dieses aber glatt vergessen. Nun muss nachjustiert werden - auch finanziell.

Rund 10.000 Euro kostet der Lapsus. Der Nachtrag ist in der neuen Kostenberechnung unter "Ausstattung neue Sanitäreinheit/WC-Anlage" vermerkt. "Für so etwas brauche ich keinen Ingenieur", grantelte Martin King bei der Baustellenbesichtigung des Gemeinderats. Hier sollte die Gemeinde das Honorar drücken, schlug er vor. Der Vertreter des Ingenieurbüros räumte den Fehler ein: "Das Behinderten-WC wurde vergessen", gab er zu.

Hinzu kamen im bisherigen Verlauf der Bauarbeiten an und in der Galerie einige weitere kleinere Überraschungen. Bürgermeister Norbert Swoboda gab einen Überblick über die aktuelle Lage: Die erste Schätzung habe Kosten von 770.000 Euro ergeben. Nach dem Ausschreibungsergebnis sei man bei 678 .000 Euro gelegen. Ganz aktuell liege man bei 758.000 Euro. "Es wird nicht mehr allzu sehr in die Höhe gehen", prognostizierte der Bürgermeister. Zudem muss die Gemeinde nur die Hälfte der Kosten stemmen, der Rest kommt über Zuschüsse zustande.

Auch Vereine und Organisationen können Räumlichkeiten nutzen

Die Baustelle an sich laufe zügig, er sei zufrieden, so Swoboda. "Am Ende wird es schön", war er sich sicher. Die sanierte Galerie könne dann auch von Vereinen und Organisationen genutzt werden. Nachbarin Sibylle Zerr trägt übrigens ein optisches Scherflein zum Gelingen bei: Sie gestaltete einen zwei mal drei Meter großen Banner, das das Gemälde "Blühender Ginster und Lupinen" von Wilhelm Kimmich zeigt und das an der Außenfassade angebracht werden wird.

Architekt Jürgen Bihlmaier ging ins Detail. Die Fenster seien bereits erneuert worden, Arbeiten am neuen Außenputz starteten kommende Woche. Der Aufzug komme zum Schluss. Ziel sei es, im Kostenrahmen zu bleiben, auch wenn immer wieder eine Stütze mehr gebraucht werden oder der eine oder andere Balken weg müsse. "Wir sind auf dem richtigen Weg", sagte Bihlmaier.

Zeitplan in Corona-Zeiten schwierig

Einen exakten Zeitplan vorzugeben, sei in Corona-Zeiten schwierig. "Bis im Herbst sollten wir das Meiste geschafft haben", so seine Vorgabe.

Der Kunstverein Wilhelm Kimmich wird zudem einen Antrag auf Fördermittel bei der Stiftung der Kreissparkassen stellen und bemühe sich um weitere Sponsoren, sagte Swoboda.

Doris Moosmann missfiel, dass über den Konzertflügel lediglich ein Filztuch geworfen wurde, er aber mitten in der Baustelle geblieben sei. Zum Filztuch, sagte Architekt Bihlmaier, komme auch noch eine zusätzliche Schutzhülle. Die Alternative wäre gewesen, den Flügel auseinander zu bauen und abzutransportieren. Reinigen und neu stimmen müsse man das Instrument hinterher ohnehin, ergänzte Swoboda.

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