Das Laurentiusfest am Feldberg – hier an der St. Wilhelmer Hütte. (Archivbild). Foto: Thomas Zepf

Jedes Jahr aufs Neue ziehen Tausende zum Laurentiusfest auf Schwarzwalds höchsten Berg. Der Feldberg-Ranger Achim Laber mahnt charmant, das Fest im Rahmen zu lassen.

Jedes Jahr aufs Neue ist das Laurentiusfest ein großer Anziehungspunkt für Tausende Feierlustige, die dann mitten im Naturschutzgebiet an den Berghütten ausgelassen feiern. Am kommenden Samstag, 9. August, ist es wieder so weit. Und wer ihn und seine Videos kennt, weiß, dass Feldberg-Ranger Achim Laber auch hierzu wieder ein überaus charmantes Filmchen mit Witz vorbereitet hat.

 

Denn: „Der erhobene Zeigefinger bringt hier nicht so viel“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Das Fest finde so oder so statt, er möchte einfach auf die Dinge aufmerksam machen, die beim Feiern im Naturschutzgebiet beachtet werden sollten, etwa Müll und Lärm zu reduzieren.

Wie sich das Fest entwickelt hat

Das Fest ist traditionell das Fest der Hirten und Herden am Feldberg zu Ehren ihres Schutzpatrons, dem heiligen Laurentius. Laber geht davon aus, dass es – zusammen mit dem Viehmarkt – schon vor über 500 Jahre gefeiert wurde. Es ist eben eines der ganz alten Feste im Schwarzwald.

„Da ging es schon immer rund“, sagt Laber in seinem Video. Aber: Früher kamen zum Fest die Förster, Hirten und Landwirte zusammen. Alkohol getrunken sei dort schon immer, aber damals eben nur von denen, um die es ging. Vor 15 Jahren sei die „interne“ Feierei dann zu einem Großevent gekippt, immer mehr Menschen kamen auf den Feldberg. Vor Corona sei das Ganze eskaliert und mit dem erschlagenen Auerhahn 2019 sei das Fest dann zur „traurigen Berühmtheit“ geworden, sagt Laber. Danach aber sei wieder etwas Ruhe einkehrt und es sei wieder besser geworden.

Übrigens: Von den Landwirten, um die es eigentlich geht, kämen schon viele nicht mehr zum Fest. „Sie haben eher Angst um ihr Vieh“, sagt Laber.

Schon vieles unternommen

Es sei aber auch schon sehr viel unternommen worden, um die „schlimmsten Auswüchse“ einzudämmen, erzählt Laber. Etwa seien große Müllbehälter aufgestellt worden, man dürfe nur noch handgemachte und keine elektronische Musik mehr spielen und es fahren auch keine Busse mehr hoch zur Todtnauer Hütte.

In seinem charmanten Video sagt Laber: „Lasst alles im Rahmen, schmeißt den Müll in die Kübel, so dass die Hirten und die Herden nicht schreiend davon rennen. Ihr wisst, was ich meine.“ Und er fügt mit einem freundlichen Lächeln an: „Ich wünsche euch und unserer Natur ein schönes Laurentiusfest.“