Oft bildeten sich große Cumuluswolken rund um Freudenstadt, um dann mit dem Höhenwind weiterzuziehen. Foto: Schwark

Zu warm und launisch präsentierte sich der Monat Juni. Von heftigen Unwettern blieb Freudenstadt allerdings verschont.

Freudenstadt - Launisch und deutlich zu warm präsentierte sich heuer der Monat Juni. Hobbymeteorologe und Apotheker Thomas Herrmann hat die Zahlen von der automatischen Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf dem Kienberg zusammengefasst.

Mit einem Monatsmittel von 17 Grad war der Juni auffallend zu warm. Das langjährige Monatsmittel von 1961 bis 1990 gibt gerade 13 Grad vor. Die Abweichung von vier Grad war damit auch in Freudenstadt deutlich zu spüren.

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Der DWD meldete für ganz Deutschland den drittwärmsten Juni seit 1881.

Zur Monatsmitteeine Hitzeperiode

Die tiefste Temperatur wurde am 1. Juni mit 1,6 Grad Plus festgehalten. Während Freudenstadt von den ganz heftigen Niederschlägen verschont wurde, traf es Besenfeld und Igelsberg um so heftiger. Sturzregen und Hagel sorgte für große Verwüstungen (wir berichteten). Zur Monatsmitte gab es die erste Hitzewelle. Am 17. Juni wurden auf dem Kienberg 28,9 Grad gemessen. 223 Sonnenstunden wurden erfasst – 109 Prozent vom Soll.

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Während in Baden-Württemberg das Niederschlagssoll von 107 Litern mit 150 Litern deutlich übertroffen wurde, wurden in Freudenstadt nur 121,2 Liter Niederschlag registriert. Das sind 88 Prozent der ermittelten Monatssumme in den Jahren von 1961 bis 1990. Niederschlag gab es an 22 Tagen. Weitgehend trocken blieb es vom 12. bis 18. Juni. Zum Ende des Monats nahm die Intensität des Regens wieder zu. Rund 21 Liter wurden am 29. Juni gemessen.

Während rund um Freudenstadt immer wieder die Gewitter tobten, blieb die Kurstadt weitgehend verschont. Auf dem Niederschlagsradar war zu erkennen, dass sich rund um Freudenstadt – bedingt durch die starke Thermik – Gewitter bildeten, aber dann meist mit dem Höhenwind Richtung Calw, Stuttgart oder Tübingen weiterzogen.