Das Laufevent „Up the hill“ vom Albstädter Verein Albside ist in seinem vierten Jahr etabliert. Erstmals findet die Veranstaltung an zwei Tagen statt.
Die Trailrunning-Szene wächst: Diesen Trend spüren auch die Veranstalter des „Up the hill“ vom Albstädter Verein Albside. Was vor vier Jahren mit Läufen über fünf und zehn Kilometer entlang des Margrethausener und Burgfelder Albtraufs begann, hat sich zwischenzeitlich zum Laufevent für Trailrunning-Spitzensportler entwickelt. Der rund 25 Kilometer lange Hauptlauf lockt Starter aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz an, wie Sven Schairer aus dem Organisationsteam unserer Redaktion berichtet.
Volksläufe sind kürzer
Weil die sogenannten Volksläufe über die vergleichsweise kürzeren Distanzen beibehalten werden sollen und auch noch Kids-Läufe zum Rahmenprogramm zählen, kommen die Organisatoren angesichts der Gegebenheiten am Start- und Zielort und der gestiegenen Teilnehmerzahlen an ihre Kapazitätsgrenzen. Daher findet das „Up the hill“ dieses Jahr zum ersten Mal als zweitägige Veranstaltung statt. Los geht es am Freitag, 24. April, um 18 Uhr mit dem „UTH10 – Gravel“ – dem Zehn-Kilometer-Lauf. Dieser Lauf ist kein Traillauf und verläuft überwiegend auf Schotter- und Asphaltwegen. Um 18.05 Uhr folgt der Startschuss für den Fünf-Kilometer-Lauf, ebenfalls kein Traillauf und für Einsteiger und „Sprinter“ optimal geeignet. Anschließend erfolgen noch am Abend die Siegerehrungen.
Der Fünf- und Zehn-Kilometer-Lauf sind Teil der regionalen Silberdistel-Albcup-Serie. Erfahrungsgemäß ist das Starterfeld bei den beiden Volksläufen über dennoch beachtliche 310 respektive 118 Höhenmeter von zahlreichen Lokalmatadoren gespickt.
Das Zugpferd der zweitägigen Veranstaltung bleibt jedoch der Trailrun über 25 Kilometer, der am Samstag, 25. April, um 10.30 Uhr beginnt. Zu bewältigen sind insgesamt über 1250 Höhenmeter. Start- und Zielpunkt ist bei allen Läufen die Festhalle in Margrethausen. Der „UTH25“ ist Teil der Itra-National-League 2026. Bekannte Teilnehmer sind bei den Herren Vorjahressieger Andreas Schindler und Yannik Fuchs, bei den Frauen Sonja Kinna und Vanessa Schätzle.
Kids-Läufe in verschiedenen Altersklassen
Um 11 Uhr, 11.10 Uhr und 11.20 Uhr stehen zudem noch Kids-Läufe in unterschiedlichen Altersklassen an. Teilnehmen können die Jahrgänge 2020 bis 2013, die je nach Alter Strecken zwischen 500 Metern und 1,5 Kilometern im Margrethausener Ortsgebiet absolvieren. Und natürlich gibt es auch für die Kinder, wie auch für die erwachsenen Läufer, eine Siegerehrung und Medaillen.
„Über das Wochenende rechnen wir mit 600 bis 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern“, blickt Schairer stolz auf das bevorstehende „Up the hill“. Der 25-Kilometer-Lauf ist bereits ausgebucht, für die Fünf- und Zehn-Kilometer-Strecke gibt es noch freie Plätze. Eine Anmeldung ist bis wenige Minuten vor Start möglich, wenn bis dahin die Kapazitätsgrenze nicht erreicht ist.
Was macht das „Up the hill“ in Albstadt so besonders? Einerseits die Strecke beim 25-Kilometer-Lauf. Erfahrene Läufer aus dem Alpenraum seien das ständige Auf und Ab entlang der Traufkante nicht gewohnt, erklärt Sven Schairer. Bei dortigen Veranstaltungen gebe es meist nur einen langen Anstieg und folglich einen langen Abstieg. Beim „Up the hill“ wiederum geht es mehrmals steil bergauf nach Burgfelden – den Großteil der Strecke kennen Wanderer vom Traufgang Felsenmeersteig.
Bewirtung in der Festhalle
„Das Streckenprofil unterschätzen viele, bringt aber auch einen Reiz mit sich“, betont Sven Schairer, 1. Vorsitzender von Albside. Daher gebe es viele Wiederholungstäter. Dazu kommt die gute Organisation der Veranstaltung, die Resonanz sei bei den Läufern hervorragend. An beiden Tagen wird in der Margrethausener Festhalle bewirtet. Durch die Kinderläufe ist das „Up the hill“ auch für Läufer mit Familie eine willkommene Anlaufstelle.
Die Planungen für die vierte Auflage laufen beim 112-köpfigen Verein, der sich erst 2015 gegründet hat, auf Hochtouren. Die Strecke wurde bereits mehrfach abgegangen und gepflegt. Momentan sei sie in gutem Zustand, erläutert Sven Schairer, in der Hoffnung, dass der Winter nicht nochmal auf die Alb zurückkehrt. 75 Helfer sind für das zweitägige Event eingeplant, ein Großteil davon kommt aus dem Verein. Das sei keine Selbstverständlichkeit, lobt Sven Schairer die eigenen Reihen.
Sicherheit steht im Fokus
Ein besonderes Augenmerk hat das Organisationsteam in diesem Jahr dem Thema Sicherheit gewidmet. „Wir wollen die Veranstaltung weiter professionalisieren.“ Auch die Bergwacht wird bei den Läufen auf Abruf stehen. Die Teilnehmer werden zudem vor dem Start auf kritische Stellen hingewiesen. Auch eine Erste-Hilfe-Ausstattung ist beim Traillauf über 25 Kilometer Pflicht.
Alle Vorbereitungen dienen auch schon dem Veranstaltungsjahr 2027. Denn: Neben dem 25-Kilometer-Lauf ist bereits eine Strecke über 50 Kilometer im Genehmigungsprozess. Die bekannte Strecke würde dann nicht einfach zweimal gelaufen, sondern in Richtung Traufgang Hossinger Leiter ausgedehnt. Da die Stadtverwaltung die Veranstaltung bereits heute schon gut unterstütze, ist Sven Schairer zuversichtlich, dass kommendes Jahr mit der 50-Kilometer-Distanz ein weiterer Programmpunkt dazukommt.