Knapp 60.000 Euro konnten im Oktober beim Laufevent in Albstadt-Ebingen an Spendengeldern generiert werden. Die DRK-Ortsgruppen erhielten den Großteil des Geldsegens.
Die Welt ein wenig bunter machen“, äußerte Oberbürgermeister Roland Tralmer als Schirmherr im Interview direkt beim Rotary Albstadt Charitylauf am 12. Oktober, als er nach seinen Eindrücken beim Dreh für einen kurzen, aber emotionalen Film gefragt wurde. Bunt deshalb, weil es traditionsgemäß wieder eine Strecke mit Farbpulver gegeben hat. Bunt war allerdings auch wieder das Teilnehmerfeld und genauso farbig, aber eher rotlastig, ging es bei der Übergabe der Spenden vergangene Woche in den Räumen der Firma Ernst Lorch in Ebingen zu.
Was sich nämlich die Rotarier ausgesucht hatten, um den Großteil der knapp 60.000 Euro an sozialer Stelle einzusetzen, waren vor allem die Ortsgruppen und der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Zollernalbkreis. „Hilfe dort leisten, wo sie gebraucht wird“, äußerte Alexander Korn, der derzeitige Präsident des Rotary Clubs Ebingen-Zollernalb, im Rahmen der feierlichen Spendenübergabe. Er freute sich, dass so viele Menschen wieder einmal „gezeigt haben, was möglich ist, wenn eine ganze Region zusammenhält“ und sprach von einem „außergewöhnlich erfolgreichem Charitylauf“.
Beim Jedermannlauf traten 266 Teilnehmer an
Insgesamt hatten im Oktober 940 Kinder und Jugendliche 10.749 Runden sowie 199 Bambinis 1811 Runden zurückgelegt. Beim Jedermannlauf traten 266 Teilnehmer an. So wurden über 57.000 Euro erlaufen. Davon erhielten nun die Tafelläden in Albstadt und Balingen jeweils 2500 Euro, die 24 DRK-Ortsvereine zusammen 48.000 Euro und der DRK-Kreisverband Zollernalb die restlichen 9142 Euro. Dessen Vorsitzender Heiko Lebherz freute sich für die Organisation und die über 2000 Ehrenamtlichen im Zollernalbkreis für diese große finanzielle Zuwendung.
„Alle Ortsvereine sind heute vertreten“, erläuterte Lebherz den großen Auflauf an Rotkreuzlern in den Betriebsräumen des Technikgroßhändlers Lorch. „Im Unterschied zum hauptamtlichen Rettungsdienst erhalten wir nichts von den Krankenkassen vergütet“, erläuterte der DRK-Vorsitzende und erinnerte an Fahrzeuge und Ausstattung, die es anzuschaffen und zu unterhalten gelte. Die Ehrenamtlichen leisteten mittlerweile durchschnittlich zwischen 150 und 200 Einsätzen pro Tag – auch in der Nacht. In den verschiedenen Ortsgruppen würden zudem mehr als 400 Jugendrotkreuzler ausgebildet. Stolz präsentierten einige von ihnen ihre Einsatzkleidung, die deutlich erkennbar macht, für was sie sich ehrenamtlich einsetzen.
Oberbürgermeister Tralmer fungierte als Schirmherr
Ein Teil des durch den Charitylauf erhaltenen Geldes werde in solche Einsatzkleidung für den Vereinsnachwuchs investiert, erklärte Heiko Lebherz. Für die Ernst Lorch KG, die im vergangenen Jahr Hauptsponsor der Veranstaltung war, gaben Werner Schmid-Lorch und sein Sohn Axel Schmid-Lorch, die beiden geschäftsführenden Gesellschafter, bekannt, man lege nochmals 5000 Euro als Spende der Firma für die Kleidung der Rotkreuzler obendrauf, um damit ein Zeichen für die regionale Verbundenheit zu setzen. „Wir freuen uns auf den Lauf 2026“, meinte Axel Schmid-Lorch freudestrahlend, während sein Vater für jeden der vielen Gäste im Haus eine Tafel Schokolade bereithielt.
Auch Oberbürgermeister Tralmer, der sehr gerne wieder als Schirmherr fungiert habe, empfand es als große Ehre und meinte, die Organisation dieses sportlichen Ereignisses sei jeden Dankes wert. „Ich hoffe, dass diese Tradition weiter fortgesetzt wird. Diese starke Identifikation mit unserer Stadt macht Mut für weitere gemeinsame Projekte. Denn die Stadt Albstadt sind Sie und wir alle.“ „Die Begeisterung kommt von den Kindern. Sie trägt die Veranstaltung und macht sie groß“, freuten sich die Organisatoren unter den Rotariern und bedachten deshalb die drei Kitas und drei Schulen mit den prozentual höchsten Beteiligungen ebenfalls mit kleinen Spendenschecks.
Anerkennung für Kitas und Schulen
Bei den Kitas
belegte der evangelische Conradin-Schick-Kindergarten aus Bitz den ersten Platz durch die höchste prozentuale Beteiligung bei den Bamibinis mit 43,2 Prozent, was 27 Kindern entspricht. Auf Platz zwei kam die Kita Roßberg mit 26,6 Prozent und auf Rang drei die Kita Ulrichstraße mit 25,5 Prozent.
Die höchste Beteiligung
am Charitylauf bei den Grundschulen nahm die Schillerschule Onstmettingen mit 61,4 Prozent (102 Kinder) ein, gefolgt von der Grundschule Malesfelsen mit 57 Prozent und der Oststadtschule mit 43,6 Prozent Beteiligung.