Kritik von Bürgern musste sich Ortsvorsteher Peter Landenberger in der ersten Sitzung des Jahres mit dem Ortschaftsrat Laufen gefallen lassen.
„Ich möchte mal meinen Unmut äußern“, so eröffnete ein Einwohner die offene Fragestunde der Ortschaftsratsitzung. Er bemängelte das schlechte Ansehen, dass der Stadtteil Laufen nach Außen aufweise. „Wir werden schon von anderen als die ewigen Motzkis bezeichnet“, sagte er und stellte die Frage, warum man nicht auch einfach mal stolz auf das Erreichte sein könne. Immerhin sei in Laufen nach Abschluss der Sanierung dann einer der modernsten Tunnel im gesamten Südwesten in Betrieb.
Weder Ortsvorsteher Peter Landenberger noch das Gremium wollten die Kritik so auf sich sitzen lassen. „Wir haben in den vergangenen Jahren nur so viel erreicht, weil wir eben den Mund aufgemacht haben“, erklärte Wolfgang Bolkart. Und eigentlich sei er auch stolz darauf, gerade dadurch so viel für den Ort erreicht zu haben. Christian Schlegel bestätigte das: „Vor allem Peter Landenberger hat sich außerordentlich bemüht und versucht, beim Thema Tunnelbaustelle das Bestmögliche herauszuholen.“
„Wir sollten an einem Strang ziehen!“
André Simmack gab zu bedenken, dass viele Themen vom Gremium erst einmal nicht öffentlich beraten werden und daher vielleicht der Eindruck entstehe, es tue sich nicht viel.
Letztlich war der Laufener Bürger damit jedoch nicht wirklich zufrieden: „Wir sollten alle gemeinsam an einem Strang ziehen – das wäre das Gebot der Stunde“, forderte er. In seinem Jahresrückblick verwies Landenberger ebenfalls auf die Baustelle und ging zudem kritisch auf die Umleitung durch die Ortsmitte mit allen Folgen ein. Auch diverse Starkregenereignisse hätten dem Ort im vergangenen Jahr zugesetzt, so Landenberger. Innerhalb weniger Jahre hätten zahlreiche Häuser im Ort Schäden durch diese Unwetter erlitten.
Einige Gegenmaßnahmen seien bereits umgesetzt worden, um Starkregen künftig besser trotzen zu können, manche Projekte warteten jedoch noch immer auf Umsetzung.