An der Lauchert wurde nach einem vermissten Kanufahrer gesucht. Foto: Nölke

Mann soll in Lauchert gekentert sein. Großaufgebot sucht zwei Stunden lang, ehe Zeuge sich meldet.

Kleine Beobachtung, große Wirkung: Nachdem eine Passantin am Montagabend ein Kanu-Paddel in der Lauchert gesehen hatte, suchte ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungskräften nach einem möglicherweise gekenterten Kanufahrer. 

Burladingen-Stetten - Kurz nach 17 Uhr ging die Meldung bei der Rettungsleitstelle ein. Kurze Zeit später waren die Feuerwehren aus Burladingen, Stetten und Melchingen in das Naturschutzgebiet ausgerückt und begannen mit der Suche. Laut Einsatzleiter Ilija Pilic hätten verschiedene Zeugen verschiedene Aussagen gemacht. Die einen hätten einen Kanufahrer in Stetten in die Lauchert einsteigen gesehen, andere sahen ihn aber auch in Hörschwag wieder aussteigen. 

Taucher und Wasserrettung alarmiert

Da die Lage unklar war, wurden auch die Feuerwehr-Taucher Tübingen/Reutlingen und die Wasserrettung aus Mengen (Kreis Sigmaringen) alarmiert. 

Nach rund zwei Stunden Suche, die unter anderem von einem Hubschrauber der Polizei mit Wärmebildkamera unterstützt wurde und sich auf den Flussbereich auf einer Länge von mehreren hundert Metern erstreckte, meldete sich ein weiterer Zeuge. Er berichtete, dass er einen Freund nach einem Kanu-Trip nach Hause gefahren habe. Er verständigte seinen Bekannten und bat ihn an die Einsatzstelle zu kommen. 

Als der Mann vor Ort eingetroffen war, bestätigten die Zeugen, was die Einsatzleitung bereits vermutet hat: Es handelt sich um den Kanufahrer, den alle suchten. So konnte der Einsatz von annährend 150 Einsatzkräften nach rund zwei Stunden beendet werden. 

Ilija Pilic sieht das Ganze gelassen: "Die Zeugen haben alles richtig gemacht." Zwar habe sie einen großen und nicht alltäglichen Einsatz ausgelöst, doch Pilic wisse, dass es hätte deutlich schlimmer ausgehen können. Einen Wasserpegel von 60 bis 70 Zentimetern habe die Lauchert nur selten.