20 Minuten Stillstand mitten in der Innenstadt – das erlebten Autofahrer, Touristen und Anwohner kürzlich, als ein Lastwagen die Wallfahrtstraße blockierte.
Eigentlich habe der Lastwagenfahrer nur den Edeka beliefern wollen. Als er von Schonach kommend in die Kreuzstraße einbog, sei der Lastwagen nicht um die Kurve gekommen. Ein parkendes Auto habe den Weg blockiert, berichtet Reinhard Mickeleit, Anwohner in der Kreuzstraße.
Fahrzeug nicht illegal geparkt
Dabei parkte das Auto, welches den Weg versperrte, nicht illegal, sondern auf einem ganz offiziell ausgeschriebenen Parkplatz. „Ein normaler Lastwagen passt hier ohne Probleme durch, nur die großen Sattelschlepper bleiben stecken, wenn der Parkplatz belegt ist“, analysiert Mickeleit die Situation im Gespräch mit unserer Redaktion. Größere Lastwagen müssten zwingend mit dem Führerhaus auf den Parkplatz ausschwenken, um die Kurve zu bekommen.
Nach 20 Minuten sei der Besitzer des parkenden Autos ausfindig gemacht worden. Erst als dieser wegfuhr, habe der Lastwagenfahrer genug Platz gehabt, um in die Kreuzstraße einzubiegen. „Die Autos haben sich bis zum Busparkplatz hoch gestaut“, berichtet Mickeleit. „Vielleicht noch länger, aber weiter konnte ich die Straße nicht einsehen.“
Ausgerechnet genau bei einem der Touristenhotspots der Stadt, wo dank Wasserfall, Schwarzwaldmuseum sowie Greifvogel- und Eulenpark sowieso schon viel los ist, befindet sich die Problemstelle. Zwar könne sich Mickeleit nicht erinnern, dass an dieser Stelle schon mal ein Lastwagen feststeckte, aber die Situation könne seiner Ansicht nach jederzeit wieder passieren.
Stadtverwaltung: Keine Maßnahmen nötig
Ob es an dieser Stelle schon einmal so ein Verkehrschaos gab, weiß aber die Stadtverwaltung: „Es handelte sich um eine Ausnahmesituation – unseres Wissens bisher einmalig“, so Hauptamtsleiterin Barbara Duffner auf Nachfrage. Mit Edeka sei vereinbart, dass zur Anlieferung kleinere Lastwagen genutzt werden. Dies habe bisher auch bestens geklappt. „Wenn ein Lastwagen mit Hänger kommt, wird der Hänger auf dem Busparkplatz abgestellt, die Beladung ist dann abgestimmt“, erklärt Duffner. „Von daher brauchen unsererseits keine Maßnahmen ergriffen werden.“
Auch Edeka gibt Entwarnung: „In diesem bedauerlichen Einzelfall ist es zu einem Missverständnis in der Abstimmung mit einem Dienstleister gekommen, wodurch sich die rund 15-minütige Verkehrsbehinderung ergeben hat“, so Florian Heitzmann, stellvertretender Pressesprecher von Edeka Südwest. Man habe den Vorfall zum Anlass genommen, den Dienstleister zu sensibilisieren.