Gelebte Inklusion auf der Strecke der Anton-Durler-Loipe: Mit Hilfe von einer Gruppe Schülern, mit Betreuer Mike Ackermann (hinten mit Brille), wird die Spur nun wieder hergerichtet, was Loipenchef Hubert Mauz (rechts) sehr freut. Auch Donaueschingens Sachgebietsleiter Timo Bösinger (links hinten) ist dabei. Foto: Anita Reichart

Eine Gruppe kümmert sich jedes Jahr darum, dass Wintersportler nach Schneefall eine gute Strecke vorfinden.

Auf leisen Skiern durch den Schnee gleiten: Dieses Glücksgefühl können Langlauffreunde jetzt wieder erleben – sofern der Schnee dann mal fällt.

 

Es ist eine ehemalige Bahntrasse

Die Loipen-Crew mit Hubert Mauz an der Spitze hat die etwa 3,6 Kilometer lange Strecke der Wolterdinger Anton-Durler-Loipe auf der Bahntrasse des ehemaligen Bregtälers, die bei genügend Schnee bis zum Krumpenhof gespurt wird, wieder hergerichtet.

Gleichzeitig wird mit dieser Aktion auch Inklusion gelebt, denn wieder unterstützte eine Gruppe der berufsvorbereitenden Einrichtung des Schwarzwald-Baar-Kreises an der Karl-Wacker-Schule mit Betreuer Mike Ackermann die Arbeit. Und dies nun schon seit zehn Jahren.

Der umtriebige Pädagoge Gerhard Graf – nun zwar im Ruhestand , aber trotzdem meist immer noch dabei, schlug damals vor, sich an der Putzaktion zu beteiligen. Er war der Ansicht, dass dies eine gute Möglichkeit wäre, junge Menschen mit Schwächen in die breitere Gesellschaft mit einzubeziehen.

Eine Aktion wird zur Tradition

„Mit Gartengeräten bepackt, kamen damals die Schüler angereist, um tatkräftig mitzuhelfen, um die Spur von Bewuchs und Gestrüpp zu befreien“, erinnert sich Hubert Mauz. „Daraus wurde eine Dauereinrichtung. Jedes Jahr freuen sich die Schüler auf diesen schon fast traditionellen Einsatz für eine der Wintersport-Freizeiteinrichtungen im Städtedreieck“, fügt der Loipenchef an.

Nach getaner Arbeit gibt es für die Helfer eine Verköstigung im „Schwarzen Buben“, bezahlt vom Landkreis. Auch der Donaueschinger Sachgebietsleiter für Vereinsförderung und Sport, Timo Bösinger, hat sich ein Bild von der Arbeit der Loipenputzer gemacht und war sehr angetan. Doch Hubert Mauz bedauert: „Die Traditions-Loipen-Crew schrumpft immer mehr.“ So hofft er auf künftig neue Mitstreiter.