Elke Beuttler, Vorsitzende der Fairtrade-Steuerungsgruppe Meßstetten, nimmt von Thorsten Steidle von der Stadtverwaltung die Verlängerungsurkunde entgegen. Foto: Stadt Messstetten/Volker Bitzer

Seit April ist bekannt: Meßstetten darf das Fairtrade-Siegel für weitere zwei Jahre tragen.

Der 27. Juli 2014 war für die Stadt Meßstetten ein besonderes Datum. Seit jenem Sonntag vor zwölf Jahren darf sich die Große-Heuberg-Metropole offiziell Fairtrade-Stadt nennen, wie die Stadt Meßstetten in einer Pressemitteilung schreibt. Immer wieder wurde dieser Titel in den zurückliegenden Jahren erneuert, so auch jüngst im April.

 

Der Verein „Fairtrade Deutschland“ mit Sitz in Köln teilte der Stadtverwaltung schriftlich mit, dass die Kommune – nach eingehender Prüfung – das Fairtrade-Siegel für weitere zwei Jahre tragen darf.​ Bürgermeister Frank Schroft zeigt sich über die erneute Auszeichnung sehr erfreut und würdigt sie zugleich als Anerkennung für das langjährige Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger, die sich in Meßstetten mit Überzeugung für fairen Handel einsetzen, so die Verwaltung.

Selbsthilfeprojekte unterstützen

Fairtrade-Towns, wie es international heißt, gibt es mittlerweile in 36 Ländern und ihre Zahl überschreitet längst die 2000er-Marke. Darunter sind so namhafte Städte wie London, München, San Francisco, Rom und Brüssel.

In Deutschland tragen laut Mitteilung des Vereins 936 Städte und Gemeinden diesen Titel. In all diesen Kommunen haben sich Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vernetzt, um gemeinsam fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern. So beispielsweise in Meßstetten mit dem Weltladen in der Ebinger Straße 24. Dieser ist, wie andere Weltläden in der Region, unter dem Dach des Trägervereins „Freundeskreis Eine Welt“ organisiert. Mit dem Erlös aus der Weltladenarbeit werden Selbsthilfeprojekte unterstützt.

Meßstetten war 2014, als die Stadt erstmals das Fairtrade-Siegel erhielt, deutschlandweit die 275. Kommune und die Zweite im Zollernalbkreis, die sich über diese Auszeichnung freuen durfte. Als eine der treibenden Kräfte des Meßstetter Siegels gilt der evangelische Pfarrer Rüdiger Schard-Joha, der einst den Ball ins Rollen brachte. Offiziell verliehen wurde die Zertifizierungsurkunde am 27. August 2014. Ein Sonntag, an dem die Mitglieder der Meßstetter Fairtrade-Steuerungsgruppe um die Initiatoren Dietmar Reinhardt und Pfarrer Rüdiger Schard-Joha sowie Thorsten Steidle von der Stadtverwaltung eigens ein großes Fairtrade-Fest in der Festhalle auf die Beine gestellt hatten.