Ursula Kühn brachte sich über viele Jahre in das Schulleben der Villinger Klosterringschule ein. Foto: Katharina Lebert

Ursula Kühn prägte Generationen von Schülern und ihr Kollegium an der Villinger Klosterringschule. Nun geht sie in den Ruhestand.

Seit August 2012 war Ursula Kühn das Gesicht der Klosterringschule an der Villinger Bärengasse. Nun verabschiedet sich die Rektorin in den wohlverdienten Ruhestand.

 

„Mit viel Engagement brachte sie sich über Jahre hinweg in das stets abwechslungsreiche Schulleben ein“, schreibt Katharina Lebert in einem Rückblick.

Ursula Kühn, die 1966 in Villingen geboren wurde und auch dort aufwuchs, studierte nach ihrem Schulabschluss Lehramt in Heidelberg und absolvierte 1990 ihre erste Staatsprüfung.

Zuerst in Schwenningen

Für ihr Referendariat kam Ursula Kühn zurück nach Villingen an die Südstadtschule. Sie beendete erfolgreich ihr Referendariat mit der zweiten Staatsprüfung 1992, woraufhin sie ihre erste Anstellung direkt an die Hirschbergschule in Schwenningen führte.

Im Laufe ihres Berufslebens war es ihr wichtig, so Kühn, an verschiedenen Schulen Praxiserfahrung zu sammeln und verschiedene Abläufe kennenzulernen. So war sie in Tannheim, Rietheim und Pfaffenweiler tätig. 2007 übernahm sie als Rektorin die Villinger Warenbergschule.

Nach fünf Jahren bewarb sie sich an der Klosterringschule und übernahm dort das Rektorat. In dieser Zeit leitete Kühn anfangs sowohl die Klosterringschule als auch die Warenbergschule als Rektorin.

Brand und Corona

Als wäre die Leitung einer Schule nicht schon Aufgabe genug, kamen durch Ereignisse wie der Brand des Schulgebäudes 2017, durch Corona-Auflagen ab 2020 sowie durch umfangreiche Umbaumaßnahmen weitere Herausforderungen hinzu.

Ursula Kühn leitete zwölf Jahre lang die Klosterringschule mit viel Einsatz und großer Freude. Während dieser Zeit begleitete sie zahlreiche Kinder auf ihrem ersten schulischen Weg und setzte sich stets für ein gutes Miteinander ein.

Ihr Kollegium erinnert sich besonders gerne an ihre entschlossene Art, sei es hinsichtlich der Kommunikation mit der Stadt Villingen-Schwenningen, sei es im Austausch mit den einzelnen Familien oder sei es in Bezug auf die Planung und Ausführung neuer schulischer Projekte.

Ganztagsschule

Vor allem der Ausbau zur Ganztagsschule war eine große Herzensangelegenheit, für die sich Ursula Kühn bereits vom ersten Tag an der Klosterringschule stark machte, erinnert Katharina Lebert. In den Anfängen, als noch keine perfekt ausgebaute Mensa vorhanden war, sei es auch schon mal vorgekommen, dass Ursula Kühn bei Ausfällen mit in der Kantine half und Essen an die Kinder verteilte, die sich natürlich immer freuten, wenn ihre Rektorin die Suppenkelle schwang.

Jedoch wurde Ursula Kühn 2024 ausgebremst, so dass sie nun vorzeitig die Klosterringschule verlässt. Mit ihrem Eintritt in den Ruhestand endet ein bedeutender Abschnitt für die Schule.

„Gleichzeitig bleibt große Dankbarkeit für ihren langjährigen Einsatz. Die gesamte Schulgemeinschaft wünscht Ursula Kühn für den neuen Lebensabschnitt vor allem Gesundheit und viele schöne Momente im Kreise ihrer Familie und Freunde“, so Katharina Lebert.