Die lange Einkaufsnacht am vergangenen Samstag in der Innenstadt hat nicht jedem gut gefallen. Trotz eines rekordverdächtigen Besuchs (knapp 200 000 Passanten) und guter Geschäfte gibt es auch kritische Stimmen.
Stuttgart - Die lange Einkaufsnacht am vergangenen Samstag in der Innenstadt hat nicht jedem gut gefallen. Trotz eines rekordverdächtigen Besuchs (knapp 200 000 Passanten) und guter Geschäfte gibt es auch kritische Stimmen.
Die Händler an der Querspange sind sogar sehr verärgert. Grund ist die Lautstärke der Musikdarbietungen. Manfred Peter, Filialleiter von Salamander, will sich daher ans Ordnungsamt wenden. „Die Musik war teilweise so laut, dass wir keine vernünftigen Kundengespräche führen konnten“, sagt Peter und schiebt hinterher, dass dies seine Nachbarn ebenso „geärgert hat“.
Die Rede ist unter anderen von der Parfümerie am Wilhelmsbau, dem Outdoor-Ausrüstungs-Laden Jack Wolfskin, dem Kaffeeröster Tchibo oder dem Möbelhaus Segmüller am Rotebühlplatz. Alle wollen den Lärmpegel in Zukunft nicht mehr tolerieren und empfinden ihn als geschäftsschädigend. „Das war ja wie auf der Festwiese, das geht ja gar nicht, wir mussten uns anschreien“, sagt Carsten Distler von Jack Wolfskin.
City-Managerin Bettina Fuchs von der veranstaltenden City-Initiative Stuttgart (Cis) nimmt die Klagen der Einzelhändler ernst. „Ich habe mich am Samstag selbst davon überzeugt und kann den Ärger verstehen“, sagt sie und verspricht Abhilfe: „Wir haben das Thema Lärm auf der Agenda für die Zukunft.“