Der geschützte Biber hat sich in den letzten rund 15 Jahren in Schura in allen Richtungen ausgebreitet. Landwirt Philemon bekam nun die Erlaubnis, entlang des nördlichen Feldweges, seine Wiese leicht aufzuschütten, um die Hühnerställe eben aufstellen zu können. Foto: Ingrid Kohler

Bei den Böden entlang des Schönbaches handelt es sich um ein mittel tiefes Niedermoor und somit um seltene schutzwürdige Böden.

Die Wiesen entlang des Schönbaches werden immer wieder überschwemmt, sind aber für den Auslauf der Hühner von Bio-Bauer Philemon Messner bestimmt. Aus diesem Grund hatte er einen Antrag zur Genehmigung einer Aufschüttung entlang des Feldweges am Schönbach eingereicht.

 

Verursacher der Überschwemmungen ist der seit fast 15 Jahren in Schura sich ständig weiter verbreitende Biber. Dieser baut am Schönbach entlang der Wiesen von Philemon Messner immer wieder Dämme und sorgt so dafür, dass die Wiesen unter Wasser stehen.

Im ursprünglichen Antrag wollte Philemon Messner den nördlichen Teil der Wiese (also direkt entlang des Schönbaches) mit Erde auffüllen. Hierzu fand eine Vor-Ort-Besichtigung unter Beteiligung der unteren Naturschutzbehörde, des Wasserwirtschaftsamtes und der Baurechtsbehörde der Stadt Trossingen statt.

Damals wurde festgestellt, dass es sich bei den Böden im dortigen Gebiet gemäß der Bodenkarte um ein mitteltiefes Niedermoor und somit um seltene schutzwürdige Böden handelt. Außerdem liegt ein Teil der Wiese im Überschwemmungsgebiet, was aber zuvor schon bekannt war.

Ihm wurde aber zugebilligt einen Böschungsanstieg in Richtung Feldweg bis zu einem gewissen Grad aufzufüllen. Da er die schutzwürdigen Böden im südlichen Teil nicht verändern dürfe, werde er diesen nördlichen Teil entlang des Feldweges, der leicht abfällt, so aufschütten, dass er seine Hühnerställe eben aufstellen könne, erläuterte Messner sein nun geplantes Vorhaben. Er bekam von den Behörden die Zustimmung zu dieser Auffüllung der Wiese mit Ackerboden. Der Boden, mit dem die Fläche aufgefüllt werden soll, stammt aus Aldingen.