Matthias Hang mit Tochter Ida und Evelyn John, dazwischen Kuh Tilda. Foto: Ziechaus

Die neuen Bewirtschafter auf dem Mooshof in Tennenbronn wollen mit neuen Ideen ihren Käse an die Leute im Schwarzwald bringen.

Ihre Kühe haben den Umzug aus Rheinhessen auf die Höhen am Schwarzenbach gut überstanden und grasen zusammen mit den Kühen vom Mooshof auf den Weiden rund um den Laufstall.

 

Zwar müssen Evelyn John und Matthias Hang darauf achten, dass die braunen und grauen Kühe zwischen ihren Weidegängen den Bogen über den Melkroboter nehmen, um sich zu entlasten und dabei mit einem extra Leckerli belohnen.

Auch über die Wintermonate konnten die Kühe die Weiden nutzen und neben Heu die ersten Gräser zupfen. Ihre Heumilch wird gebraucht, denn Evelyn hat die Harfe in der Käseküche übernommen und die Regale im Käsekeller mit Weide-, Bauern- und Vesperkäse aufgefüllt. Auch der „Mooshofer“ ist mit Hilfe von „Altbauer“ Josef Günter gut gelungen und die Käse aus der Milch der neuen Herde werden im Hofladen im Tennenbronner Schwarzenbach in Selbstbedienung angeboten.

Lab von der Artischockendistel

„Zum Dicklegen der Milch verwenden wir Lab von der Artischockendistel“, erklärte Käserin Evelyn ihre Arbeit in der Käseküche. Für einen regelmäßigen Käseabsatz und ein sicheres Einkommen für die kleine Landwirtschaft bietet „Qulibri“ eine Kuhpatenschaft mit Käseabo. Für einen monatlichen Beitrag pachtet man eine Kuh vom Mooshof und bekommt dafür ein wechselndes Sortiment leckeren Käse vom Mooshof. Beim Abholen kann man die Patenkuh auf der Weide oder im Stall besuchen, kann durch das große Fenster in die Käseküche schauen oder lässt sich von Tochter Ida die Miniziegen zeigen.

Die leckeren Käse eines Käseabos aus der Kuhpatenschaft von „Qulibri“. Foto: Ziechaus

„Die Kuhpatenschaft mit Käseabo ist ein Modell für solidarische Landwirtschaft“, verwies Matthias auf den direkten Einblick auf das Hofleben.

Erste Kälber geboren

Die ersten Kälber sind auch schon geboren und werden nach der ersten Woche bei der eigenen Mutter von den beiden Ammenkühen Maya und Anneliese „mit Milch versorgt“.

Bald schon werden die Kühe von Braun- und Grauvieh, auch ein Glanrind, den ganzen Tag auf den Weiden im Schwarzenbach zu sehen sein.