Die Landwirte bei der Arbeit Foto: Gauggel

Das Wetter schlägt um, die Landwirte freut es. Die Mähdrescher sind auf den Feldern unterwegs.

Darauf haben die Landwirte auf der Zollernalb in diesem Jahr lange gewartet: Nach dem anhaltenden Regen, der die Ernte lange ausbremste, sind jetzt bei wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein so gut wie alle Mähdrescher am Start, um die diesjährige Getreideernte einzufahren.

 

Mit dabei ist auch Nebenerwerbslandwirt Tobias Sessler aus Harthausen, der mit seinem 37 Jahre alten Mähdrescher der Marke Deutz-Fahr gerade dabei ist, sein Haferfeld am Verbindungsweg nach Benzingen zu dreschen.

„Der Hafer hat dem Regen standgehalten“, erklärt er von seinem staubenden Mähdrescher herab und ergänzt, dass die Körner wegen der langen Trockenperiode im Frühsommer zwar etwas kleiner seien als im Vorjahr, die Qualität jedoch trotz der Überreife erstaunlich gut sei.

Die Sessler’s hoffen, dass das Wetter trocken bleibt

An diesem Spätnachmittag ist auch Vater Jürgen sowie dessen Enkel Yannik mit dem Unimog dabei, um nach jeder Dreschrunde das Erntegut aus dem Getreidetank des Mähdreschers aufzunehmen.

Der geerntete Hafer wird über einen regionalen Getreidehändler als sogenannter Industriehafer vermarktet, was bedeutet, dass daraus Lebensmittel wie zum Beispiel Haferflocken hergestellt werden können.

Das ausgedroschene Stroh, das der Mähdrescher an seinem Hinterende auswirft, verbleibt indes auf dem Feld und werde, wie Jürgen Sessler erklärt, untergepflügt zu einem natürlichen Dünger für die kommende Saat.

Die Sessler’s hoffen, dass das Wetter trocken bleibt, damit sie ihre insgesamt etwa 15 Hektar umfassenden Getreideflächen in den kommenden Tagen ohne wetterbedingte Störungen dreschen können.