Bei einer SPD-Veranstaltung ging es darum, Zukunft auf dem Land zu gestalten. Unser Foto zeigt Malsburg-Marzell. Foto: Birgit-Cathrin Duval

Unter dem Motto „Lust aufs Land – Zukunft auf dem Land gestalten“ hatte der SPD-Ortsverein Kandern/Malsburg-Marzell zu einem Gesprächsabend eingeladen.

Dazu war der SPD-Landtagskandidat Philip Wolf, der für den Wahlkreis 48 Breisgau kandidiert, zu dem Kandern und Malsburg-Marzell gehören, eingeladen worden. Vorsitzende Elisabeth Kurtenbach-Sepp begrüßte mehrere Genossen sowie Kanderner Bürger, wobei Philip Wolf mit 23 Jahren der mit Abstand jüngste Teilnehmer in der Runde war.

 

Erleichterung herrschte darüber, dass es nach langen Jahren endlich Bewegung gibt hinsichtlich einer möglichen Reaktivierung der Kandertalbahn. Sie sei das „Tor zur Welt“ für Kandern und eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen wolle, auch wenn das andere „noch nicht kapiert hätten“, wie ein Bürger betonte.

Parkplatzproblem lösen

Gemeinderätin und Kreisrätin Gabriele Weber merkte an, dass man eine reelle Chance habe und jetzt unbedingt diese Planungsphase benötige, um herauszufinden, ob das System Sinn mache. Es gehe um ein „sinnvoll zusammengeführtes, kombiniertes System“, sagte Weber. Dem entgegnete wiederum ein Bürger, dass dazu zuerst das Parkplatzproblem in Kandern gelöset werden müsse. „Es steht und fällt mit den Parkplätzen“, meinte er.

Beim Gesprächsabend in Kandern Foto: Birgit-Cathrin Duval

Zum Thema Bildung herrschte die einhellige Meinung, dass in ihr der essenzielle Grundpfeiler zu sehen sei. Die Kommunen müssten entlastet und Förderanträge vereinfacht werden. Dass mehrere Anträge für ein Gebäude gestellt werden müssten, binde unendlich viele Personalressourcen, mahnte Weber.

„Dschungel an Bürokratismus“ kritisiert

Wer nicht über das Wissen verfüge, wo welche Förderungen beantragt werden, gehe leer aus, was insbesondere die kleinen Gemeinden betreffe. Geld sei da, es komme oft zu spät und Kommunen würden im Schwebezustand gelassen werden, pflichtete ihr Wolf bei. Der „Dschungel an Bürokratismus“, wie Weber es nannte, wurde einhellig kritisiert. Es gelte, mehr Kompetenz und Freiraum den Kommunen zu überlassen, anstelle ihnen zu enge Vorgaben zu machen.

Diskutiert wurde über das Für und Wider der Wahlkreiseinteilung. Würden die Wahlkreise größer werden (bei der Bundestagswahl sind es 33, bei der Landtagswahl 70), würde sich der Fokus auf die einzelne Region verlieren, gab Wolf zu bedenken.

Eine Ampel gewünscht

Zuletzt richtete sich der Blick auf Kandern, bei dem so manche Umsetzung der Verkehrsschau kritisiert wurde. Ein Bürger wünschte sich an der Sitzenkircher Straße eine Ampel – „in Hammerstein steht auch eine“ –, um den Schulweg besser zu sichern. Aber auch das, so war zu erfahren, sei eine extrem bürokratische Angelegenheit. Bürger sollten mehr miteinbezogen werden, lautete der Wunsch. Und: Die Verkehrsbehörde in Lörrach sollte transparenter werden.