Jugendliche in Villingen-Schwenningen bekamen bei der Veranstaltung „Politik und Pizza“ im Umweltzentrum Schwarzwald-Baar die Gelegenheit, Politiker hautnah zu erleben.
Es ist wieder soweit: Villingen-Schwenningen steckt mitten im Wahlkampf. Am 8. März gehen die Doppelstädter wieder wählen. Diskussionen und Sticheleien unter Politikern sind der Alltag.
Der Ring politischer Jugend Schwarzwald-Baar (RPJ SBK) hatte mit der Veranstaltung „Politik und Pizza – reden statt reden lassen“ im Umweltzentrum Schwarzwald-Baar ein klares Ziel: „Die Politik näher an die Jugend zu bringen“, so das Organisationsteam des RPJ SBK. Junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren nahmen daran teil.
Langsam wird es ernst
Während Martina Braun (Grüne), Nicola Schurr (SPD) und Andreas Braun (CDU) bereits anwesend waren, ließ FDP Politiker Dirk Eisenbiegler auf sich warten. Alle FDP-Anhänger an diesem Abend wurden enttäuscht – er kam nicht.
Es gab einen kurzen Einstieg des RPJ SBK. Daraufhin wurde in einem Quizspiel das politische Allgemeinwissen getestet. Auch die drei Kandidaten nahmen teil. Schon während des Spiels sorgten humorvolle Sticheleien unter den Politikern für Lacher. Man merkte, die Wahlen kommen näher.
Selbstsicher und motiviert
Die drei Landtagswahlkandidaten hatten zwei Minuten Zeit, um sich vorzustellen. Sie sprachen über ihren Werdegang und stellten ihre politischen Ziele vor. Mit klaren Worten versuchten sie, die Anwesenden davon zu überzeugen.
Martina Braun gewann die vergangenen Wahlen im Jahr 2021 und zeigte sich motiviert und selbstbewusst: „Ich bin 66 Jahre alt, würde aber trotzdem gerne weitermachen.“ Anschließend wurden die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hatte circa zehn Minuten Zeit, um mit jedem Politiker ins Gespräch zu kommen und um Fragen zu stellen.
Viele verschiedene Themen
In der „grünen“ Ecke mit Martina Braun standen Themen wie der Export von Lebensmitteln im Vordergrund. Braun machte außerdem klar: „Wir müssen in Baden-Württemberg das Thema KI nicht unterschätzen.“
Beim SPD-Kandidaten Nicola Schurr ging es hauptsächlich um die Migration und den Rechtsextremismus. „Wir müssen den Flüchtlingen nicht nur unsere Sprache, sondern auch unsere Werte vermitteln“, sagt Schurr.
„Wir haben in Baden-Württemberg zu viele Verwaltungsebenen. Das geht so nicht“, begann CDU-Kandidat Andreas Braun die Fragerunde. Außerdem kritisiert Braun die Regelung des Mindestlohns: „Die Mindestlohnkommission sollte den Mindestlohn bestimmen. Die Politik mischt sich in solche Angelegenheiten zu sehr ein.“ Eine hitzige Diskussion zwischen Braun und einem jungen Teilnehmer entfachte sich beim Thema E-Autos. Auch in diesem Fall zeigte sich der CDU-Politiker bestimmend und selbstbewusst.
Die Veranstaltung zeigte, dass Politik auch für junge Menschen greifbar und wichtig ist.