Die beiden Tübinger Kreisgemeinden passen politisch gesehen eher zu Balingen. Die CDU-Hochburgen wurden ihrem Ruf gerecht.
Bei Landtagswahlen gehören die Gemeinden Hirrlingen und Starzach seit 2021 nicht mehr zum Wahlkreis Tübingen, sondern zum Wahlkreis Balingen. Das hat bisweilen zu Irritationen geführt. Das Ergebnis vom Sonntag zeigt aber: Politisch gesehen passen die beiden Tübinger Kreisgemeinden viel besser zur konservativen Zollernalb als zum grün angehauchten Neckartal.
Sowohl Hirrlingen als auch Starzach sind katholisch geprägt und gelten seit jeher als CDU-Hochburgen. So war es auch diesmal. Die CDU-Direktkandidatin Nicole Hoffmeister-Kraut (die baden-württembergische Wirtschaftsministerin) kam in Hirrlingen auf 46 Prozent der Erststimmen, in Starzach auf 40 Prozent. Im gesamten Wahlkreis Balingen erzielte sie 43 Prozent. Auch bei den Zweitstimmen siegte die CDU, wenngleich auf etwas niedrigerem Niveau (Hirrlingen 38 Prozent, Starzach 33 Prozent).
AfD vor Grünen
Den zweiten Platz im Wahlkreis Balingen errang die AfD. Sie kam auf 26 Prozent. Exakt das gleiche Ergebnis erzielte die AfD in der Gemeinde Starzach, in Hirrlingen war die AfD etwas schwächer (21 Prozent). Fast exakt genauso fielen die Erststimmen-Ergebnisse des AfD-Kandidaten Hans-Peter Hörner aus.
Die Grünen wiederum stehen im Wahlkreis Balingen erst an dritter Stelle, mit 22 Prozent der Zweitstimmen. In Hirrlingen und Starzach schnitten sie um zwei Punkte besser ab. Bei den Erststimmen sackte der Grünen-Kandidat Maurice Rößler dann deutlich ab.
SPD, FDP und Linke blieben in Hirrlingen und Starzach unter der Fünfprozenthürde, ebenso wie im gesamten Wahlkreis Balingen.